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… and the winner is: … (S8:Ep13)

von | 2023 | 12. März | Die Serie, Staffel 8 - Fallen Leaves

Morpheus!?
Was, bitte, war das denn letzte Nacht?
Deine Bewerbung für die Goldene Himbeere?
Gegen sechs Uhr morgens
bin ich völlig außer Puste aufgewacht,
nachdem ich mich bestimmt zwei Stunden lang
irgendwo in den USA verlaufen hatte,
und am Ende stand noch Lisa Eckhart
am Ausgang einer Höhle
und hat mich ausgelacht,
weil ich einen viel, viiiieeel einfacheren Weg
hätte nehmen können.
Immerhin war das Bühnenbild oscarreif:
Die Wände, die Decken, die Böden der Höhle,
alles war eine einzige große Roadmap;
egal wo ich hintrat oder schaute,
lachten mich Interstates, National Parks und Coastlines an.
Sowas kommt dann also davon,
wenn ich am Abend zuvor
sieben Stunden lang
mit dem Finger auf der Landkarte unterwegs gewesen bin.
Immerhin kann ich meine Route für den Sommer
jetzt auch wirklich ernsthaft so nennen.
Aber dazu erst, wenn es soweit ist.

Bis dahin geht jetzt erstmal die Chronik
einfach weiter.
The Show must keep keeping on;
hab ich mir so ausgesucht,
passiert jetzt einfach weiter.
Feedback hin oder her.
Preise hab ich mir schon selbst genug verliehen,
mein Ego ist wöchentlich frisch aufpoliert,
und würde es einen Grimmepreis für Internetliteratur geben,
ich bräuchte ein größeres Regal als ganz Köln-Ehrenfeld,
seit Jahren.

Ihr merkt,
in dieser Episode
geht es offensichtlich um Gewinner.
Leute, die ihre Sache so gut machen,
dass andere Leute sagen können,
wie gut die ihre Sache denn gemacht haben.
Meistens dann eben
besser oder schlechter
als irgendwer anders
aus irgendeiner Bezugsgruppe.
Die Vermessung von allem.
Die ultimative Kategorisierung.
Rubriken from heaven and hell.
Und: Es kann immer nur eine*n geben.
Alle anderen sind keine Gewinner,
dürfen sich aber darüber freuen,
wenigstens nominiert gewesen zu sein.
In diesem Sinne:
Hier die heutigen Kategorien,
die Gewinner*innen und Verlierer*innen
dürft ihr jeweils selbst bestimmen.
Ich gebe derweil den Jimmy Kimmel.

 

Nominiert in der Kategorie Bester Wiederaufbau sind:

Mariupol.
Türkische Firmen renovieren Häuserblocks, täglich ziehen neue und alte Bewohner*innen (wieder) ein. Eine frische Autobahn führt in die Stadt am Asowschen Meer, die Wohnungen sind für alle obdachlos gewordenen mietfrei und voll möbliert. Im nächsten Jahr sind auch Wasser und Energie kostenlos. Der Bahnhof ist zwar noch zerstört und das Stahlwerk am Hafen eine verbotene Zone, aber in der Innenstadt lachen Kinder auf neuen Spielplätzen.

Kurdistan.
An einen Wiederaufbau im Dreiländereck (Türkei, Syrien, Iran) ist nach bald zwei Monaten noch immer nicht zu denken. Stattdessen herrschen Hunger, Kälte und Seuchen und sonst nichts mehr. Alle drei Staaten sind zu sehr mit Kriegführen und Revolutionenniederschlagen beschäftigt.

 

Ganz schön edgy, die erste Kategorie,
ich würde da nicht in der Jury sitzen wollen.
Jimmy Kimmel jedenfalls müsste jetzt ganz schnell
ein paar derbe Witze über irgendwelche Politiker machen,
alle würden ganz schnell herzlich lachen
und würden wissen,
wer sich als nächstes
seinen Preis abholen kann.

 

Nominiert in der Kategorie Beste Volksvertreter sind:

Olaf Scholz.
Auf dem Zauberschloß herrscht Zuversicht. Aus dem Zauderer ist ein Kanzler geworden, wie dieses Land ihn eben verdient hat. In die Jahre gekommene Schlitzohrigkeit, eine ruhige Hand, gut angewöhnte Vergesslichkeit und das Charisma einer Doppelhaushälfte in Buxtehude. Der Kabinettsklausur auf Meseberg hat das aber nicht geschadet. Scheinbar herrscht wieder Harmonie in der Ampel.

Das Volk.
Nein, nicht das Volk. Sondern alle, die dafür sorgen, dass das Volk Volk sein kann. Bei der Post kommt es zum ersten Tarifsieg der Saison (+11,5%, und 3.000€ über das kommende Jahr verteilt; der unbefristete Streik, für den 85% der Belegschaft gestimmt hatten, konnte noch abgewendet werden. Nebenbei wird die kommende Zwei Klassen Zustellung lanciert; Expressversand mit Aufpreis. Die Linke fordert trotzdem gleich die Verstaatlichung. Die nächsten Schlachten laufen bereits: Verdi bekämpft mit dem Pflegepersonal das drohende „Sonderopfer“ (Lohnverzicht bei Schieflage des Unternehmens). Und die werten Kolleg*innen erwarten gerade die Ergebnisse des Bildungsgipfels, um sich dann zu überlegen, ob man nicht mal die Osterferien verlängern könnte. Am Frauentag gab es bereits Warnstreiks in Kitas und Grundschulen. In Frankreich und Belgien stehen die Züge weiter wieder still. Nur die Massenstreiks gegen die Rentenreform, die scheinen zu verlieren, der Senat hat bereits genickt.

Giorgia Meloni.
Die Faschismusenkelin trifft sich mit ihrem Kabinett ganz unsymbolisch in Cutro/Kalabrien und gedenkt der Opfer des verheerenden Bootsunglückes der letzten Woche, bevor sie ankündigt, härter gegen „Schmuggler“ vorzugehen und gleichzeitig die Einreisebestimmungen für gut ausgebildete Emigranten zu erleichtern. Am nächsten Tag startet die italienische Küstenwache eine eigene Rettungsaktion für drei Boote, auf denen sich insgesamt 1.000 Menschen befinden.

Rishi Sunak.
Der frisch geleckte britische Premier besucht seinen Bro Macron mitten im Tumult der Pariser Proteste. Beide grinsen um die Wette. Der Grund sind 500 Millionen Euros, die der Rishi dem Emanuel überweisen möchte. Und zwar für ein topmodernes Abschiebezentrum diesseits des Kanals. Hinter vorgehaltener Hand gibt der Rishi seinem Bro noch den Tipp, doch auch einfach das Asylrecht auszuhebeln.

 

Als nächstes folgt der erste Einzelpreis dieser Episode,
Jimmy Kimmel macht mal kurz Pause,
historische Größe braucht keinen Moderator,
das Orchester spielt
eine dramatische Version von Bella Ciao:

Den Ehrenpreis in der Kategorie Lebenswerk posthum
erhält Traute Lafrenz.
Nach 103 Jahren
ist auch die letzte Weiße Rose verblüht,
und im Publikum herrscht kurz schwarze Ratlosigkeit.

 

Und schon steht Jimmy Kimmel
wieder vor dem Vorhang,
anfangs noch mit betroffener Miene.
Nach einer kurzen Rede
über die Bedeutung irgendeines großen Wortes,
hebt aber das Orchester an,
und Jimmy Fallon kommt auf die Bühne
und steigt beim Refrain mit ein:

 

„Der Traum ist aus.
– Screenshot,
schieß auf jeden Screen, den ich seh. –
Der Traum ist aus.
– Freedom,
hoffe, dass wir uns bald wiedersehen. –
Aber ich werde alles geben.
– Diese Stimme,
die können sie mir nicht nehmen. –
Dass er Wirklichkeit wird.
– Ich bleib stehen. –
Aber ich werde alles geben.
– Diese Stimme,
die können sie mir nicht nehmen. –
Dass er Wirklichkeit wird.
– Ich bleib stehen.
Wake up. – “

(Genetikk: German Angst. 2021)

 

Nanu? Was hat die beiden Jimmys denn da geritten?
Ist Deutschness wirklich schon so hip?
Sind die USA wirklich schon so weit,
dass sie diesem dramaturgischen Bogen
wirklich folgen können?
Das Publikum applaudiert erstmal:
weiße Dudes, die rappen können.
Die nächste Kategorie
kommt deswegen für viele überraschend:

 

Nominiert in der Kategorie Bester Kartoffelbrei sind:

Die Heizungsreform.
Eine im Grunde unlösbare Aufgabe. Die Regierung plant aus nachvollziehbaren Gründen (Klimakatastrophe verlangsamen, Umwelt schützen) das Aus für Öl- und Gasheizungen. Und den Antigrünen fällt nichts besseres ein, als die „Bedrohung“ zu personalisieren: „Habeck will Gasheizungen verbieten!“ Immer schön weiter rühren, sonst klumpt es noch im Topf.

Die Berliner Groko.
Die ersten Eckpunkte in Berlin. Ex-Bürgermeisterin und kommende Supersenatorin Giffey verhandelt knallhart und hat Zeit für öffentliche Auftritte. Und damit keiner über irgendwelche Koalitionsvereinbarungen redet, wird angekündigt: In diesem Sommer dürfen alle oben ohne ins Freibad. Woodstock 23, am Wannsee. Von der CDU abgesegnet.

Der „Amoklauf“ von Hamburg.
Wieder wird ein geplantes Massaker als Amoklauf verkauft. Immerhin waren die Einsatzkräfte rechtzeitig da, bevor die Opferzahl zweistellig geworden wäre. Die Bild macht Umsatz mit der Geschichte des erschossenen Ungeborenen. Die Welt mit der eines Zeugen Jehovas auf Vendetta. Die Innenministerin macht den Biden: Verschärfung des Waffenrechts. Über Verbote spricht man nicht.

Der „Einspruchstsunami“.
Deutsche Hausbesitzer füllen Formulare aus. Wegen zu hoher Grundsteuern. Dem größeren Teil der Einwohner ist gerade eine Tüte Mitleid umgefallen.

Die „neue“ Angst vor einer Bankenkrise.
Der Dax bricht um 2(!)% ein. Im Silicon Valley sind zwei Banken zusammengerutscht. Eine Risikokapitalbank und eine Kryptobank. Wer jetzt Angst hat, hat sein Geld schlecht angelegt. Und plumps, da fällt die Tüte Mitleid schon wieder um. War aber nichts mehr drin.

Die Rückkehr des Sparstrumpfs (Remake).
An einem Sonntag Nachmittag im März werden die Leser der deutschen Tagesschau informiert: Junge Leute sparen wieder, Bargeld ist im Trend. Weil deutsche Jugendliche nicht wissen, was Inflation bedeutet? Fast. Sondern wegen einer TikTok-Challenge. Deren Humor müsste man haben.

 

Sorry, aber diese Preisverleihung
ist sogar Jimmy Kimmel zu launig.
Also zieht er seine Zornesfalte und spielt die Ernsthaftigkeit,
wie sie nur in Hollywood gespielt werden kann:
Wer ernst genommen werden will,
muss Preise gewinnen.

 

Deswegen, ohne Konkurrenz nominiert in der Kategorie Beste Gegenwartsadaption ist:

Ein Kriegsdreh/tagebuch. Schreibtisch. Deutsche Heimatfront. Letzte Reihe. Woche 55.
Der Brillenträger sitzt in einer mitteldeutschen Provinzstadt an seinem Low End Notebook und zählt die Tage auf einem Schwarzen Spiegel. Der Krieg ist ins zweite Jahr gezogen, die Wochen werden unerträglich lang. Montag: Gerüchte von einem beschränkten Rückzug der Ukraine aus Bachmut. Danach Dementis: Die Stellungen werden verstärkt! Prigoschin schmeißt Blindgänger in die Nebel über der Festung. Die deutschen Montagsdemos haben jetzt Gegendemos. Das Kleinbildungsbürgertum geht auf das Halbbildungsbürgertum zu. China fühlt sich unterdrückt und warnt vor „katastrophalen Folgen“, wenn die USA nicht mal langsam auf die Bremse treten (Wirtschaftskrieg since 2016), außerdem könne jeder in der Ukraine die „unsichtbare Hand“ der Nato sehen. Dienstag: Der EU-Industriekommissar Thierry Breton fordert die kontinentale Umstellung auf Kriegswirtschaft. Niemand widerspricht. Die Spuren der NordStream-Explosionen führen neuerdings in die Ukraine, so lautet jedenfalls das „Ablenkungsmanöver des CIA“ (Putin). Aus Kiew kommt postwendend die Antwort: „Vollkommen unbeteiligt“; von Putin lernen heißt gewinnen wollen. Am Abend bedankt sich Selenskyj bei den „Helden von Bachmut“. Mittwoch: Moskau gibt bekannt: Belarus überarbeit seine Militärdoktrin. Sehr bald. Wagner gibt bekannt: Bachmuts Osten ist vollständig besetzt. Der Fluss durch die Stadt steht unter Feuer. In Brüssel finden die EU-Verteidigungsminister nicht genug Munition, egal wie genau sie auch untersuchen. Am Abend vergisst Selenskyj den Internationalen Frauentag nicht. Donnerstag: Die Ukraine wird mit der nächsten landesweiten Raketenangriffswelle überzogen. Auf den Abschussanlagen wird gegrüßt: „Rache für Brjansk“. In der Ukraine gibt es „Probleme“ bei der Rekrutierung, nach einem Jahr haben immer weniger Bock aufs Sterben. Nach Bachmut will niemand müssen, die strategische Bedeutung der Festung wird nicht weiter heruntergespielt, über Zwangsrekrutierungen wird vorerst nur spekuliert. Litauen gibt bekannt: Russland würde noch zwei Jahre so durchhalten. Mindestens. Das Pipeline-Drama wird immer verrückter: Ermittlungen auf Rügen, in Dänemark, selbst Andre Poggenburg hat einen Verdacht: Fantomas. Über das Lustige Taschenbuch ist anscheinend noch nicht hinausgekommen. Dann, ganz steile These: Die CIA schiebt den Anschlag den Ukrainern in die Schuhe und entzieht ihnen anschließend die Unterstützung, weswegen die dann aufgeben müssen, weil sonst der Krieg für alle zu teuer wird. Zeitenwende gone wrong. Freitag: In Kiew kommt es zu Gedenkfeier für den nächsten „Helden der Ukraine“, einem Kommandeur des Rechten Sektors, der in Bachmut gefallen war. Sogar ein Staatsgast war eingeladen. Die finnische Ministerpräsidenten Marin gedenkt ebenfalls einem Nazi. Die Gruppe Wagner will in 42 Städten Rekrutierungszentren eröffnen. Auch im Donbas. Am Abend lässt Ursula von der Leyen in Washington, D.C. aus einem gepolsterten Sessel hören: „Wir lassen Russland für seinen grauenhaften Krieg zahlen.“ Samstag: Sogar der britische Geheimdienst bestätigt jetzt den neuen Frontverlauf an der Bachmutka. An den Ufern des Flusses lodern die letzten Flammen des Winters. Der Frühling kann kommen. Sonntag: Die Ukraine bereitet offiziell die Gegenoffensive vor. Bis dahin sterben und morden alle weiter wie bisher.

 

Jimmy Kimmel steht schon wieder
mit hängenden Backen da.
Die Luft ist schnell raus in diesem Jahr.
Über die Preise wird sich nur noch höflich gefreut.
Der angeschossene Elefant im Raum
droht jeder Zeit zu kippen.
Die nächste Kategorie wird deshalb übersprungen,
und der Moderator lässt den Umschlag in der Tasche.
Drauf gestanden hätte: Israel.
Kategorie Clusterfuck.
Der syrische Flughafen in Aleppo
bleibt unter israelischem Beschuss
und an diesem Wochenende
sind wieder 250.000 auf den Straßen in Tel-Aviv.
Egal, was harmloses muss her.
Ein Preis,
bei dem niemand etwas zu befürchten hat,
der noch alle Latten am Zaun hat.

 

Nominiert in der Kategorie Beste Selbstentblödung sind:

Ja Morant.
Der noch junge NBA-Superstar der Memphis Grizzlies fliegt vorübergehend aus der Mannschaft. Wie so noch halbjunge Leute das machen, hatte er was auf insta gepostet. Sich selbst. Mit zwei Knarren. Wegen Gangstervergangenheit und so. Der Typ kriegt hohe zweistellige Millionenbeträge pro Jahr. Wer’s nötig hat.

Donald J. Trump.
Auf der diesjährigen CPAC verliert er mal wieder völlig den Verstand: „I am your Retribution!“ Dann verspricht er Geburtenprämien für die neuen Babyboomer. Wenn einer cringe wirklich bis zum Ende durchgespielt hat, dann der Frisurensohn.

Ron DeSantis.
(Für die Nominiertenvorstellung wird John Oliver zugeschaltet) Der Nachfolger auf einem erträumten republikanischen Präsidentensessel, der die Wokeness-Keule schwingt, als hätte es nie ein Neandertal gegeben, ist dem Godfather der Schwarzen Spiegel folgenden Gag wert: Er schüttelt eine geschlagene Minute stumm mit dem Kopf. Dann geht das Saallicht wieder an.

 

Der Moderator steht
mit einer Tasse in der Hand
am vorderen Bühnenrand,
dann setzt er sich und zieht seine Schuhe aus.
Er prostet dem Publikum zu
und beteuert, es wäre kein Kaffee.
Seine Augenringe schimmern durch das Makeup.
Er wünscht allen einen tollen Sommer
und spult die letzte Kategorie runter,
nachdem der letzte Werbeblock
aus 10 Minuten Urlaubsträumen bestanden hat.

 

Nominiert für in der Kategorie Bestes Reisewetter sind:

Quedlinburg. Am Ende des Winters.
Verträumt. Verschlafen. Hinter den Wäldern, auf denen es noch weiß funkelt. Die Touristen stört die Kälte nicht, die Sonne scheint. Vorm Roland liegt noch glitzernder Schnee. Die Luft ist rein. Kaum Motoren sind zu hören. Das Atmen fällt leicht. Die Katastrophen sind woanders.

Thailand.
Im Küstenparadies der Billigfernreisenden liegen aktuell 200.000 Menschen wegen der Folgen von akutem Smog im Krankenhaus. Nur an den Stränden ist alles wie immer. Noch.

Kalifornien.
Über das Ende des Westens fließt ein „Atmosphärischer Fluss“. Das goldene Land der Abendsonne, da wo sich die Gewinner Gute Nacht sagen, versinkt seit Wochen in den Fluten von oben. Am Pajaro brechen schon die Dämme, noch lange bevor in den Rocky Mountains die Unmengen an Schnee schmelzen, die dieser Winter gebracht hatte. Wie schnell wird der Colorado River wohl in diesem Jahr austrocknen?

 

So.
Und das war’s auch schon
mit der Preisverleihung für heute.
Es ist kurz vor Zwanzig Uhr.
Zeit, die Nachrichten zu skippen
und gleich zum Hauptprogramm überzugehen.
#DieDoppeltenZwanziger
bedanken sich für die Geduld,
und versprechen,
auch in Zukunft keine Werbepausen nötig zu haben.
Gewinner brauchen keine Sponsoren.
Ich hol dann nochmal schnell die Roadmap raus,
vielleicht ist Kalifornien
im Hochsommer
doch nicht so eine gute Idee.
Aber vielleicht treffe ich ja Jimmy Kimmel.
Im Death Valley.
Oder in Santa Monica.
Im westlichsten Sonnenuntergang des Westens,
da wo es so viele Gewinner gibt,
dass auch die Verlierer nicht weiter auffallen.

 

„We’ve been on the run.
Driving in the sun.
Looking out for number one.
California here we come!“

(Phantom Planet: California. 2002)

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