So.
Das einzige,
das mir im Moment
mal so wirklich Entspannung verschaffen könnte,
wäre so ein richtig schönes Vollbad.
Denn spätestens jetzt
stehen wir ja alle
wieder unter Vollstrom.
Sogar in Bayern
gehen die Sommerferien zu Ende.
Und ja,
besonders um Bayern
wird es in dieser Episode gehen.
Hubert Aiwanger
hat noch lange nicht fertig,
aber dazu später mehr.
Zurück zum Vollbad.
Das nämlich gibt es für mich zur Zeit
(seit vielen Wochen)
nur im Konjunktiv.
Denn meine Therme
hat wohl endgültig den Geist aufgegeben,
und warmes Wasser
kriege ich nur auf dem Herd gebacken.
Der Klempner war aber inzwischen da,
und meine Hoffnung
auf die nahende Wohltat
steigt.
Stattdessen entspanne ich mich
also irgendwie anders.
Wie so viele
mit Youtube.
Und da habe ich auch
die Inspiration für den heutigen Titel her.
Ich hatte in den letzten Jahren
ja schon wiederholt dazu angesetzt,
mal so richtig ausführlich
über Youtube-Werbung herzuziehen,
belasse es aber auch heute
bei nur einem Clip.
Der allerdings verdeutlicht
auf wirklich groteske Art und Weise
den aktuellen Zustand
des deutschen Antifaschismus:
Nur noch ein wohliges Gefühl
für alle,
die sich ihren Kopf noch selber waschen.
Wie in der Werbung:
Unter einer Dusche
summt jemand,
einshampooniert,
die heimliche Erkennungsmelodie des Schwarzen Blocks,
bevor der eigentliche Text
von „Bella Ciao“ zu einem Werbeslogan
eines Allerweltsshampoos umgedichtet wird,
wozu nur ein „ma“ angehängt werden musste.
Ich hatte kurz Schnappatmung,
als mich der Spot
mitten in einer Doku
über den „Rohwedder-Komplex“
überrascht hat.
Und damit
zum eingeschlafenen
parlamentarischen Arm
des Antifaschismus:
Die Linke liegt mal wieder
endgültig am Boden.
Geht es nach Jan Korte,
immerhin „in der stabilen Seitenlage“.
Deswegen müssen Ali und Bartsch
auch noch ein bisschen
an der Fraktionsspitze sitzenbleiben;
es will einfach keiner mehr aufstehen.
Und wenn, dann höchstens
um zu gehen.
Also woran liegt das denn nun?
Wie immer an der Realität.
Denn der Kampf,
darum möglichst nicht rechts zu sein,
wird immer aussichtsloser.
Aber der Reihe nach:
Am letzten Donnerstag
schockt der nächste „Deutschlandtrend“
die gesamte Republik:
Die AfD legt wieder zu,
steht jetzt bei 22%.
Und die Bundesparteispitze reagiert prompt,
als hätte sie das alles vorbereitet:
Das „Zehn-Punkte-Sofortprogramm
einer AfD-geführten Bundesregierung“
wirkt aber trotzdem,
als sei es mal schnell
während irgendeiner x-beliebigen Anti-die-da-oben-Demo
mitgeschrieben:
Kein Geld mehr für Flüchtlinge,
Rückabwicklung der aktuellen Energiepolitik,
mehr „Direkte Demokratie“,
und ganz wichtig:
Gründlichste Aufarbeitung der „Corona-Maßnahmen“.
Was 22% anscheinend so wollen.
Klar also, dass die Faschos
reichlich Oberwasser haben.
So kann sich sogar Hans-Georg Maaßen
eine Anzeige wegen Volksverhetzung leisten,
um sowas hier ins Internet zu scheißen:
„In den 1930er Jahren hieß es:
‚Kauft nicht bei Maaßen‘.
Geschichte wiederholt sich.
Die Nazis heute
sind im Unterschied zu ihren Vorfahren
so verblödet,
dass sie noch nicht einmal merken,
dass sie Nazis sind.“
Es ist an (Selbst-)Ironie nicht zu überbieten,
wie recht er damit hat.
Projektion kann echt
was beängstigendes sein.
Oder eben halt
absolut fehlende Reflexion.
Der (nicht) Fall Aiwanger
beschäftigt das Land von rechts nach links
noch eine zweite Woche lang.
Das Internet steht permanent vor dem Kollaps:
Der „Aiwanger Sonderkoalitionsausschuss“ in München
hat noch nicht begonnen,
da werden die Vorwürfe noch grafischer.
Ein Klassenfoto von damals
macht die Runde:
Mehr Hitler Fanboy wäre für Hubert
damals wie heute nicht gegangen.
Die Spekulationen und Fragen
schießen weiter ins Blaukraut:
Warum ist das damals
eigentlich nicht zur Anzeige gekommen,
oder gab es den Paragraphen 130
1987 in Bayern noch nicht?
Schuld an der ganzen Misere damals
waren übrigens die linksradikalen Lehrer,
also sofern es nach den damals rechtsradikalen Schülern geht.
Einer der bestrafenden Lehrer wurde
dann jetzt auch schon zwei mal unter Druck gesetzt
(zum ersten Mal 2008,
als Aiwanger das erste Mal in den Landtag einzog),
nicht dass dem noch andere Sachen wieder einfallen.
Koksnase Fleischhauer spindoktort
in irgendeinem Aufnahmestudio
was von Verdachtsberichterstattung
für die bürgerliche Mitte
(obwohl Aiwanger die Strafe ja angenommen hatte).
Einen Monat vor der Wahl
wird außerdem klar:
Die 13% der FW würden der CSU
auch wieder zur absoluten Mehrheit verhelfen können,
weshalb Söder schon vor dem folgenden Schauspiel
weiter auf die FW als Koalitionspartner setzt.
Denn als nächstes darf sich Aiwanger
seinen Persilschein selber ausfüllen
(ein 25 Fragen Katalog,
bis zum Wochenende schriftlich zu beantworten).
Dann verlangt die Opposition eine Sondersitzung des Landtags
und die Bundesregierung fordert eine lückenlose Aufklärung.
Währenddessen lässt die SZ
weitere ehemalige Klassenkameraden
(an Eides statt) sprechen:
Hubert hatte „Mein Kampf“
in der Schultasche spazieren getragen
und morgens regelmäßig
den rechten Arm durchgestreckt.
Helmut Aiwanger (der Bruder)
hängt derweil einen Zettel
mit einer „Buchempfehlung“
ins Fenster seines Waffenladens:
Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“.
(Den dazu möglichen Kommentar
wasche ich nicht noch einmal auf,
siehe Maaßen, weiter oben.)
Am Ende der Woche redet dann H.A. höchstselbst,
und zwar ohne Pause,
vor Kameras
und in Bierzelten:
„Das bin ich nicht!“,
das alles sei eine „Hexenjagd“ (gähn),
in der Jugendzeit wurde nur irgendwas
so oder so interpretiert.
Seine „Entschuldigung“
wirkt somit automatisch unaufrichtig.
Jedenfalls sei er
„seit dem Erwachsenenalter,
in den letzten Jahrzehnten,
kein Antisemit.“
Bis Anfang 20 ist das also schonmal okay.
Am Freitag dann,
nach der ersten Siegesmaß in Hintertupflingen,
lässt er die Hunde los,
in dem er folgende Dogwhistle gucken lässt:
„Jawohl,
ich hab in meiner Jugend auch Mist g’macht.
Und es gibt viele,
da zähl ich mich auch dazu,
die wo auch später noch Mist machen.“
Da mit „Mist“ ja nur sein Faschosein gemeint sein kann,
erschallt ausgelassener Jubel im Bierzelt
und die bayrischen Bauern
können sich wieder ohne Scham
auf’s Mistmachen freuen.
Am Sonntag wird das Spektakel
dann vorerst beendet:
Söder reicht der Persilschein anscheinend;
der ganze Zettel wird nächste Woche veröffentlicht,
damit auch die letzten Faschos
auswendig lernen können,
was sie sagen müssen,
falls jemand denken könnte,
sie seien Faschos.
Meine Mutter hat übrigens
noch eine ganz andere Theorie:
Der Aiwanger,
der weiß einfach zu viel.
Und das weiß vor allem Markus Söder.
Bayern 2023,
wenn der Machterhalt
bereits in den Händen von Faschos liegt.
Da kann man sich schonmal
heftig am Kopf kratzen müssen,
oder, Bella?
Und das nicht mal nur wegen richtiger Faschos;
Proto- und Pseudofaschos gibt es ja auch noch:
Die Staatsanwaltschaft Berlin
stellt die Lindemannermittlungen ein,
die Fanbase jubelt hämisch;
bis zum nächsten „Skandal“.
An der MeToo-Gegenfront
gibt es jetzt aber auch schon den nächsten Macker:
Ein mir bis dato nicht bekannter
Naturfilmer und Vorträgehalter
fliegt bei einer der erfolgreichsten Youtube-Formate raus,
nachdem er einen Beispielfall
für verbalen und körperlichen Missbrauch
abgeliefert hat.
Der „7 vs. Wild“-Macher, Fritz Meinecke (Bördemetropole),
sieht sich genötigt,
auf medienrechtliche Vorsichtnahme zu verzichten,
damit wenigstens die Wahrheit
noch stehen bleibt.
Die Incels interessiert sowas
aber schon lange nicht mehr.
Gegen Elon Musk
wird auch wieder mal ermittelt,
aber nur wegen Veruntreuung von Firmengeldern,
das wird wohl nicht einschneidend ins Kontor schlagen.
Und außerdem erlaubt X (vormals Twitter)
jetzt auch wieder politische Werbung,
von daher…
Ein letztes Schmankerl noch,
dann ist es erstmal gut
mit den toxischen Auswirkungen
von falsch gebildeter „Männlichkeit“:
Die „Waffenschmiede Wolfsburg“ (VW-Kantine)
führt nach zwei Jahren Hunger der Belegschaft
die Currywurst wieder ein.
Das Shampoo der Köche über den Pfannen und Fritteusen
muss jetzt ganz stark sein.
Über die Haarpflege aber
muss sich einer
schon lange keine Sorgen mehr machen:
Olaf Scholz
(zu dem es am Ende
noch eine richtig krasse Insiderstory gibt),
kann zum Abschluss des Gipfeltreffens in Meseberg
wieder in Kameras grinsen.
Warum, das weiß er hoffentlich
wenigstens selbst noch.
Das „Wachstumschancengesetz“ der FDP
wird die Kommunen weiter ausbluten lassen
(es gibt ca. zwei Milliarden weniger),
dafür werden die Unternehmen
in den nächsten fünf Jahren sieben Milliarden einsparen.
Der „Klimaschutz“ ist zum Feigenblatt geschrumpft,
weswegen gleich sieben Ministerpräsidenten
(mit dabei: Reiner Haseloff)
die Senkung der Stromsteuer (für die Industrie) fordern.
Immerhin steigt das Bürgergeld „deutlich“
um 61 auf 563 Euro.
Bezahlt wird das dann u.a.
durch die drastische Kürzung
der Mittel für Migrationsberatung.
Olaf Scholz, Bundeskanzler,
ist übrigens in der SPD.
Aber auch Die Grünen
schlucken weiter Kröten:
Für die Kindergrundsicherung
hat Lindner dann nur noch
2,4 Milliarden übrig,
Lisa Paus hatte mal 12 davon gefordert.
Immerhin ist sie ihm noch ins Wort gefallen:
Als Lindner betont,
dass er zufrieden mit der jetzigen Lösung
und der finanziellen Ausgestaltung der 2,4 Milliarden Euro sei,
faucht sie ihn sarkastisch
von der Seite an:
„Ja, das kannst du auch sein.“
Und eigentlich ist das Ergebnis
ja auch nur eine Zusammenlegung
der bisherigen Leistungen,
die sonst „wegen Bürokratie“
nicht abgerufen werden.
Und diese Zusammenlegung,
die ist es letzlich,
die 2,4 Milliarden kostet;
von irgendwelchen Erhöhungen
ist also gar keine Rede.
Dieser Erdrutschsieg
lässt Lindner dann schonmal ankündigen:
In den nächsten Jahren
werde es keine große Sozialreform mehr geben;
egal was die Neubestimmung des Existenzminimums
im nächsten Jahr bringen sollte…
Der Oppositionsführer jedenfalls,
der macht es sich zwischen Neo-Liberalismus
und Rechtspopulismus bequem,
wahrscheinlich mit dem Rücken
an die Brandmauer gelehnt:
„Kein Überbietungswettbewerb bei Transferleistungen!“
Als ob sich da jemand überbieten wollen würde;
in der Partei von Friedrich Merz bestimmt schonmal keiner.
Zumindest ist das mal kein lupenreiner Faschomove,
dass es das noch gibt.
Ganz anders auf Zypern.
Da ist seit zwei Wochen schon wieder 1938.
Hunderte vermummte Schwarzhemden
greifen an den Wochenenden alles an,
was ihnen nicht passt,
Flammen lodern aus Schaufenstern
und Scherben schneiden in die Füße
der vielen Verletzten.
In den USA ist zum Glück
immer noch 2023.
Vor dem Absturz in die Barbarei
werden noch schnell
ein paar Faschos weggeknackt,
man tut was man kann:
Der nächste Ex-Proud Boy geht für 18 Jahre ab.
Seine letzten Worte aber
klingen seltsam bekannt:
Er habe „Mist gebaut“.
Dabei trägt er ein T-Shirt,
vom dem aus folgende unkryptische Botschaft
das Land überflutet:
„Register Communists
not Firearms“
Civil War is grasping for air.
Und der wird teuer,
deswegen machen die Republikaner
auch was ganz neues zur Top Priorität:
Nach dem Jahrzehnte langen Kahlschlag
im Bildungssektor
soll jetzt endlich auch das freie Schulessen
abgeschafft werden:
Eat that
Communist Pack!
Unterdessen
hat Aserbaidschan
pünktlich weit vor dem Winter
damit begonnen,
die Menschen in Bergkarabach auszuhungern.
Es fallen auch wieder Schüsse.
Herbst im Schwarzen Garten.
Unterdessen
werden in Saudi Arabien
Grenzschützer (siehe letzte Episode)
von deutschen Militärs ausgebildet.
Unterdessen
„putscht“ das Militär
im nächsten afrikanischen Land:
Auch Gabun hat den Postkolonialismus
für sich entdeckt.
Unterdessen
sterben bei Anti UN-Demos im Kongo
26 Demonstranten.
Unterdessen
geht es auch auf den Straßen
im Niger
„gegen die Besatzer“.
(Peoples!
Was wird das?
Der erste Afrikanische Frühling?
Das wär doch endlich mal was neues,
über das mensch sich freuen könnte.
Bevor mensch wieder einfällt,
wie die letzte Revolution gelaufen ist,
die „Frühling“ genannt wurde.)
Unterdessen
gibt die letzte politisch linke Macht
in der Türkei endgültig auf:
Die HDP geht in der YSP auf,
aus berechtigter Angst vor einem Parteiverbot.
Erdogan hat zunehmend freie Fahrt.
Unterdessen
sehne ich mich nach einer kalten Dusche,
und ich hasse kalte Duschen.
Wegen Gründen.
Kriegsprotokoll. Schreibtisch. Deutsche Heimatfront. Letzte Reihe. Woche 78.
Die Ukraine rückt vor, der kommende Winter zwingt die Soldaten schon jetzt ins Feuer. Montag: Resnikov kündigt F-16 Einsätze für das nächste Frühjahr an. Russische Raketen schlagen in Poltawa ein. Drohnen werden über Moskau und der Krim abgefangen. Belarus bürgert Wagner-Söldner ein. Über der Krim werden ein Marsh-Flugkörper und zwei US-Drohnen abgeschossen. Selenskyj will Wahlen nur abhalten lassen, wenn die USA und die EU das ganze finanzieren. Die ukrainische Waffenproduktion wird auf das Maximum hochgefahren. Dienstag: Russische Unteroffiziere verdienen inzwischen mehr als 100.000 Euro im Jahr. Im Süden der Ukraine entsteht langsam ein Keil zwischen den russischen Truppen. Prigoschin wird in St. Petersburg beigesetzt, Putin bleibt in Moskau. UNICEF berichtet, dass seit Kriegsbeginn 1.300 Schulen zerstört wurden. In Saporischschija werden die Kinder aus fünf Orten evakuiert. In Brjansk gibt es Todesopfer nach ukrainischem Artilleriebeschuss. Die USA sagen weitere 250.000.000 Dollar Militärhilfe zu. Mittwoch: Im Nordwesten Russlands werden mehrere Militärflugzeuge bei einem Angriff beschädigt, an mehreren Orten hinter der Front Drohnen abgeschossen. Erneut Luftalarm über der gesamten Ukraine. In Kiew schlagen Marschflugkörper ein. Peskow schließt beim Prigoschin-Absturz eine „Gräueltat“ nicht mehr aus; zu möglichen Verantwortlichen schweigt er, eine internationale Untersuchung fällt jedoch aus. In den U-Bahnhöfen von Charkiw werden Klassenräume eingerichtet. In Kiew regt sich ziviler Widerstand: „Herr Präsident! Wehrdienstleistende sind keine Sklaven!“ Im Schwarzen Meer werden mehrer ukrainische Schnellboote zerstört. Die nächsten 10 Leopard-Panzer sind in der Ukraine eingetroffen. Über der Krim gehen Marschflugkörper in Flammen auf. Donnerstag: Die USA wissen: Russland verhandelt mit Nordkorea über Waffenlieferungen. Kuleba fordert noch mehr militärische Unterstützung, vor allem von Deutschland. In Brjansk werden zwei ukrainische Saboteure getötet. Die Ukraine und die britische BAE (Rüstungsbetrieb) unterschreiben einen Vertrag zur gemeinsamen Waffenproduktion. Die fünfte Ramstein-Konferenz wird am 19. September stattfinden. Putin bekommt mit Igor Girkin einen neuen Gegner bei den nächsten Wahlen. Selenskyj fordert 100 weitere Kampfjets zur Verteidigung. Guterres bleibt bestimmt unbestimmt: „Ich würde natürlich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich glaube, dass wir in der unmittelbaren Zukunft die Möglichkeit eines Friedens in der Ukraine sehen.“ Der Drohnenangriff auf Kursk wurde mit einem neuen Drohnentyp verübt, die Hülle derer ist aus Pappe. Freitag: Die Moskauer Luftverteidigung wird massiv ausgebaut, die ukrainischen Drohnen suchen sich Ziele in der Nähe. Russische Marschflugkörper schlagen in der Zentralukraine ein. Zwei weitere Frachter verlassen trotz allem Odessa. Russland stellt eine neue Interkontinentalrakete in Dienst (RS-28 Sarmat). Die russische Armee rückt bei Kupjansk weiter vor. Die USA sehen weitere Fortschritte der Ukraine an der Südfront. Samstag: An der Krimbrücke werden drei ukrainische Seedrohnen abgewehrt. In Kursk, Brjansk und Belgorod sind es normale Drohnen. Sonntag: Die ukrainische Luftabwehr macht weiter ihre Arbeit. In Odessa nicht gut genug. Der Keil in der Südfront wird weiter langsam größer, noch sind die Böden gut befahrbar; der Fleischwolf kann sich satt fressen im Herbst.
So.
Kommen wir also
zu den überschau(m)baren Ereignissen
der letzten Tage,
also zum wöchentlichen Klimabericht.
Katastrophenfall in Bayern:
Hagelstürme beschädigen hunderte Häuser.
Massenevakuierungen auf Mallorca:
Schwere Unwetter.
Notstand in Florida:
Noch bevor „Idalia“ auf Land trifft;
ab Mittwoch wird die Westküste evakuiert.
China genehmigt
seit einem halben Jahr
zwei neue Kohle-Kraftwerksblöcke pro Woche.
Taifun „Saola“ wütet derweil
über Shenzen und Hongkong.
30 Grad Temperaturunterschied in vier Tagen
gab es in der Schweiz zu bestaunen.
Rekordniederschläge in Spanien.
Und zu guter Letzt
versinkt das komplette
Burning Man Festival
im Schlamm.
Die Shampooindustrie dankt.
Und als Spülung
gibt es hier an dieser Stelle
noch ein klärendes Zitat
aus dem schlausten Buch der Stunde:
„Und tatsächlich, extreme Wetterphänomene, die man früher als „Jahrhundertereignisse“ eingestuft hätte, treten heute weltweit auf und gehören zum „New Normal“. Doch dabei ist die aktuelle Situation erst der Anfang von dem , was bald auf uns zukommen wird: Schon bald droht uns der Punkt, an dem irreversible Veränderungen eintreten werden und es nicht mehr möglich ist, zum früheren Zustand zurückzukehren – der Point of no Return.“
(Kohei Saito: Systemsturz. 2023)
Zum Glück müssen #DieDoppeltenZwanziger
diesen Punkt ja nicht mehr erleben,
denn, bei aller Beschleunigung:
So richtig fies wird es wohl erst ab 2030,
wenn wir das 1,5 Grad Ziel
endgültig gerissen haben,
und Haarewaschen
sogar für Christian Lindner teurer geworden ist.
Reichlich Anlass zum ausgiebigen
Duschen/Baden/Katzenwäsche machen
gab es heute aber auch
mal wieder hier,
im weltkulturerbigsten
Weltkulturerbe
der Weltkultur.
Die Quedlinburger „Hölle“
(vor meinem Wohnzimmerfenster),
laut des Triathlon Magazins
eine „Perle des Triathlons“,
ist vor ein paar Stunden
bei bestem Triathlonwetter zu Ende gegangen.
Ermöglicht durch ziemlich viele Haupt- und Nebensponsoren,
aber vor allem durch noch mehr freiwillige Helfer*innen,
die nicht zuletzt
den ganzen Tag vor meiner Haustür
am Anfeuern waren.
Die wirklich top notch Broschüre
fasst zusammen:
„Welt-, Europa- oder Deutsche Meister.
Ironman Sieger, Profis und Bundesligastarter.
Solche Triathleten dabei zu haben, ist schön.
Die Hölle
ist aber auch für die Anderen
die Hölle.“
Jean-Paul Sartre (und Fans)
gefällt das (sehr).
… Ja, eigentlich wäre das ein spitzen Abschluss
für die heutige Episode gewesen,
aber bleiben wir doch bitte noch kurz beim Sport,
wenn wir einmal am Schwitzen sind,
Basketball ist nun mal zu schön.
Und manchmal sogar noch überraschend:
Die zweite Runde
geht im Grunde
nur für die deutsche Mannschaft gut aus:
Ein erschöpfter Luca Doncic
schießt nur Backsteine,
Dennis Schröder kann es kaum glauben:
Weiter ungeschlagen.
Auch Team USA struggelt im Spiel um die Ananas:
Gegen Litauen werden im ersten Viertel
zu viele Federn gelassen
und Austin Reaves,
der inzwischen bereits „Captain America“ genannt wird,
bekommt nach vier super Spielen
auch mal eine Pause.
Gut.
Dann mach ich mir mal Wasser warm,
Hände, Nacken, Achseln usw.
Hygiene in Zeiten der Energieknappheit.
Apropos:
In Kliniken et al.
sollten wieder Masken getragen werden,
rät das Gesundheitsministerium…
Pünktlich zur Deadline
nur noch zwei Sachen:
Erstens:
Es gibt keinen Livestream
vom „Viva la Antifa“-Festival
in der Hamburger Roten Zora,
obwohl Danger Dan da spielt.
Der Underground ruft.
Zweitens:
Ich weiß seit gestern,
was der Bundeskanzler
nicht auf seiner Schnitte haben will/darf.
Wirklich.
Schon verrückt,
wohin es ehemalige Schüler so verschlagen hat.
Und noch verrückter:
Wie schön Ehemaligentreffen dann doch sein können,
wenn aus den Ehemaligen
gute Erwachsene geworden sind,
oder, Bella?

0 Kommentare