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No Devil At The Crossroads (S12:Ep5)

von | 2025 | 9. März | Die Serie

Bild: All the devils are here. Quedlinburg. März 2025.

 

 

„Warum macht ihr das?“
„Weil ihr es zulasst.“

(Speak No Evil. 2024)

 

So.
Eine ganze Woche
ohne nennbare Wolkenbildung
geht zu Ende;
mehr Frühling
kann vom März nicht erwartet werden,
die Krokusse überfluten
den Rasen im Bahnhofspark.
Gärten werden aufgeräumt,
die Liegen stehen in der Sonne,
die einzig wichtige Frage ist:
Verbrennen oder Kompostieren?
Der Qualm aus den Nachbargärten
zieht um die Obstbäume,
die ersten Bienen trauen sich vors Hotel.
Downtown werden die Böden gewischt,
wird der Müll runtergebracht,
wird die Bettwäsche auf den Balkon gehängt,
werden die Füße hochgelegt.
Die Touris unten in den Gassen
frieren, wenn sie im Schatten sind,
oder schwitzen, wenn sie im Licht stehen.
Weiter draußen beginnt die Freiluftsaison,
kicken, rennen, biken,
alles beim alten.

Dass der Rest der Welt
aber schon wieder
in eine ganz andere Richtung abgebogen ist,
das kommt hier hoffentlich
niemals wirklich an.
Denn wirklich
aller-, aller-, allerspätestens
nach dem Selenskyj-Mobbing
und mit dem Aufbau einer „Privatpolizei“
ist doch wenigstens der US-Antifaschismus
nicht mehr in der Beweisschuld,
oder?
Und damit willkommen zurück
zum wöchentlichen Weichenwechsel.
Mehr als anhaltende Schockstarre
ist dem Zeitgeist noch nicht wirklich anzumerken.
Vielleicht ja,
weil die Teufel,
die da gerade an der Kreuzung der Geschichte rumstehen,
einfach zu surreal wirken,
und das leider nicht auf die Boris Vian-Art.
Vielleicht ja aber auch,
weil wir nur wieder erkennen,
dass da gar keine Teufel stehen,
sondern immer nur wieder
wir selbst.
Vielleicht aber auch nicht.
Menschen halt.

 

„Das Problem beim letzten Mal war,
dass uns die Menschen kannten.
Sie hatten uns ja erschaffen.
War schwierig sie zu belügen.
Selbst für mich.“

(The Devil at the Crossroads. In: Scott Snyder, et al.:
Undiscovered Country. Band 3. 2022)

 

 

Also choose ich
den gerade zitierten Fighter,
weil man das nämlich gerade so macht,
wenn man in den Kampf zieht,
vor allem in den Sozialen Medien
(fragt nicht…),
aber auch wegen
des für diese Woche wieder nötigen
Overkills an Allegorienschwere.
Und damit entscheide ich mich auch,
wie kann es anders sein,
gegen irgendeinen anderen Fighter,
vor allem aber gegen Fighter,
die eigentlich gar keine Fighter sind,
sondern allerhöchstens
elende Player.

 

All In
oder: State of the Project 25

Lassen sich die USA
wirklich
von zwei (und ein paar zerquetschten)
Arschlöchern kaufen und/oder abwickeln?
Oder haben Trump und Musk
einfach nur noch ne große Schnauze
und sitzen bald gar nicht mehr mit am Tisch?

Selenskyj darf bei Fox News sagen,
er hat nichts falsch gemacht.
Auf CNN laufen Aufnahmen aus Vermont,
die J.D. Vance zeigen,
wie er im Skiurlaub gemobbt wird.

Trump unterschreibt die nächste sinnlos erscheinende Weisung:
English is now the official language
of the United States of America.
Die Gags von Colbert bis Kimmel
könnt Ihr Euch denken…

RFK Jr. muss, kaum sechs Wochen im Amt,
der Wirklichkeit ins Gesicht blicken
und die Texaner*innen dazu aufrufen,
bitte keine Masernparties zu feiern,
sondern sich impfen zu lassen.

Seattle liegt weiterhin im Westen:
Die Metropole führt
den Sozialen Wohnungsbau ein.

Elon wirkt beschäftigungslos
und stimmt auf X
einem random Vorschlag zu:
USA raus aus der NATO und der UN?
He likes.

Und das obwohl jetzt auch
die Börsen was anderes sagen:
Die Wall Street macht sich
auf eine längere Talfahrt gefasst,
immer größere Bereich
der Binnenkonjunktur kollabieren.

Auch deswegen will Trump
ab sofort
Kryptowährungen
für die US-Reserve!
Und Elon will sich live und ungeschnitten
mit Jon Stewart batteln
(was war eigentlich
aus dem Cagefight mit Zuckerberg geworden?).

Auf der Fackel der Statue of Liberty
wird die ukrainische Fahne gehisst.
Zur Ablenkung
rückt die Grenzpolitik wieder nach vorne:
„Schlepper halten Geiseln!“
Damit wird auch davon abgelenkt,
dass mehr als 100.000.000 Hektar National Forest
zum Abholzen frei gegeben werden.

Derweil umgeht Außenminister Marco Rubio
mit ihm zustehenden “emergency authorities”
pausenlos den Kongress,
zum Beispiel um einen 4.000.000.000 Waffendeal
mit Israel abzuschließen.

Dann setzt Trump mal eben sämtliche Ukrainehilfen aus.
Und sogar Jon Stewart
muss die Neue Weltordnung anerkennen.

Dann treten die Zölle gegen China, Kanada und Mexiko in Kraft,
oder wie das WSJ es nennt:
„He finally shot the hostage“.
Kanada erhebt wie angekündigt
umgehend Gegenzölle („a Dollar for a Dollar“),
und Trudeau erzählt Halbwahrheiten im Fernsehen:
„Donald, even though you are a smart guy
this is a very dumb thing to do.“
China erhebt Gegenzölle,
vor allem auf Lebensmittel.

Der Protection of Women and Girls in Sports Act
kriegt im Senat keine ausreichende Mehrheit.

Elon geht sogar bei Joe Rogan unter.

Selenskyj sagt,
das Treffen sei zu bedauern
und schreibt einen halben Entschuldigungsbrief.

Google will die die 60-Stunden-Woche einführen;
hustle like there is no tomorrow, because there isn’t.

Künftig sollen,
vermutlich wegen Meinungsfreiheit,
„illegale Proteste“ an Bildungseinrichtungen
mit Streichung der Finanzierung bestraft werden.

Ausgerechnet Florida
lädt Elons Buddies vor,
Andrew und den anderen Tate-Bruder.

Dann stoppt Trump die Zölle wieder,
wieder für einen Monat,
man könnte auch sagen,
er folded (beim Pokern seine Hand aufgeben).
Aber nur die Zölle,
die Ford, General Motors und Stellantis treffen,
und auch nur nach einem Fernsehbericht über einen Autohändler,
der diesen Bluff callt (beim Pokern die Wette des anderen halten).
Dabei fällt auch auf,
dass durch das künstlich erzeugte Hoch und Runter der Börsenkurse,
gerade die von solchen Stunts profitieren,
die eh schon mehr als genug haben.
Außer Elon,
Tesla verliert in der letzten Woche weitere 5%.
Und Elon will jetzt doch
nicht zu Jon Stewart.

Und das alles war nur der Montag.
Am Dienstag dann:
State of the Union (Generalprobe):
„America is back!
And woke is no longer!“;
Trump singt die Nation
in den Schlaf,
sein Ablesesingsang wirkt nicht auf alle.
Ja, ja, harte Zeiten,
aber Biden ist an allem Schuld,
die Zukunft ist golden.
Demokraten halten Schilder hoch,
tragen pinke Kleider,
handeln sich für Störrufe
Rauswürfe ein (Al Green, TX).
Oder warten vor der Tür (AOC, NY).
Egal.
Panama!
Grönland!
So oder so!
Und Selenskyj hat sich auch entschuldigt!;
er liest wirklich dessen Brief vor.
Und wegen der Zölle:
Reziproke Zölle!
„Golden Age“, und so!
Der Horror dauert 100 Minuten,
auch auf den Streamingdiensten
und im Kabelfernsehen laufen
nur Wiederholungen.

Am nächsten Tag stoppt
der Supreme Court,
mit fünf zu vier Stimmen,
die USAID-Kürzungen.
Und J.D. Vance besichtigt entspannt die Borderwall
mit dem Heli.

Das State Departement nutzt demnächst KI,
um Student*innenvisas zurückzuziehen,
sollten die Student*innen irgendwie „pro-Hamas“ erscheinen,
wozu es reichen sollte,
„anti-Netanyahu“ zu sein.

Luigi Mangione kriegt seine erste Doku auf Max,
da ist noch nicht mal Anklage erhoben.

Trump kündigt an,
10.000e Ukrainer*innen abzuschieben.
Und weil das beweist,
wie sensibel er ist,
rät er danach Musk bzw. DOGE,
lieber „mit dem Skalpell statt mit der Axt“ vorzugehen,
nur um dann
Sanktionen und Zölle gegen Russland anzudrohen,
wenn nicht bald Frieden ist.
So ein Friedensnobelpreis
muss sich doch erzwingen lassen.
Deswegen kriegt die Columbia University,
das Berkley der Ostküste
ab sofort 400.000.000 weniger,
wegen öffentlicher Netanyahu-Kritik.
Und während der Frisurensohn
in Florida Tennis schaut,
geraten Musk und Rubio aneinander.

Also werden alte Kamellen aufgewärmt:
Ein Bundesrichter lässt in Missouri
eine 24.000.000.000-Klage zu,
gegen China,
wegen COVID-19.
Der Staatsanwalt weiß sogar schon,
wie man den Betrag gerne hätte:
„We intend to collect every penny
by seizing Chinese-owned assets,
including farmland in Missouri.“

Zum Wochenende noch gute News,
die Zone ist wieder geflooded genug.
Trump gelobt,
die NASA-Astronauten nach Hause zu bringen,
die anscheinend irgendwer (Joe Biden)
im All vergessen hat.
Space X arbeitet dran!
Im gleichen Moment explodiert
eben deren nächste Marsrakete.
Keine Pointe.

Trumps Zustimmungswerte
fallen zum Ende der Woche
zum ersten Mal unter 50%.
Er wird seine Hand trotzdem spielen.
Die Stakes sind noch nicht high genug.

Heute Morgen
erschießt der Secret Service
einen bewaffneten Mann
in der Nähe des Weißen Hauses.

 

Fuck.
#DieDoppeltenZwanziger
haben dann also wohl
noch eine Chronik
in der Chronik;
das Chaos schlägt weiter Blasen.
Ich hoffe niemand ist traurig,
wenn ich die bald wieder absetze;
ach, wäre es doch so einfach…
Stattdessen geht es immer
mehrgleisiger weiter,
die Geschichte ist nie komplex genug,
an jedem Knotenpunkt
lungern Unmengen von Dämonen.

Die Feuer- und Wasservarianten dieser Dämonen
bekommen bei all dem
krachenden Porzellan der Zivilisation
immer weniger Aufmerksamkeit,
die Klimakatastrophe
klingt wieder nur noch
wie eine leidige Begleitmelodie:
170 Wildfires in South- und North Carolina,
Ausnahmezustand.
Ganz Jakarta (Indonesien) unter Wasser,
Ausnahmezustand.
Wildfires in Long Island, New York,
Ausnahmezustand
im März.
Wieder nur noch.
Denn:
„Einige meinen derzeit,
Europa und alle anderen
hätten die drohende Klimakatastrophe „vergessen“
und stattdessen nur mehr Krieg im Kopf.
Das ist so nicht ganz richtig.
Man rüstet auf,
weil man sehr genau weiß,
wie echt und gefährlich die Klimakrise ist.
Man rüstet auch auf,
weil der Kampf gegen die Erderwärmung
verloren ist
und jener gegen Klimaflüchtlinge
und gegen Konkurrenten um bewohnbare Gebiete
und nutzbare Ressourcen
gerade erst so richtig losgeht.
Man rüstet auch,
weil mit Trumps Wiederwahl
jede Hoffnung gestorben ist,
wir würden als Menschheit
doch noch eine gemeinsame
und friedliche Lösung finden.“
(Bernhard Torsch. Facebook. 9. März 2025)
So viel dazu.

Und apropos Europa und alle anderen:
Die zweite Hälfte der Zwanziger kann losgehen,
die Regierungsmannschaften sind sich einig,
also für europäische Verhältnisse,
die MS Europa sticht
in die wogende See der Kriegswirtschaft
aka Zeitenwende Unlimited.
Auf der Brücke
(Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Polen)
stehen die Kapitäne bereit.
Sogar in der Captains-Lounge (Österreich)
hat man mit Christian Stocker (ÖVP)
einen neuen Vorarbeiter.

Bevor aber auch in Deutschland
ernsthafte Pläne geschmiedet werden können,
muss noch mal kurz über Terror geredet werden.
Dieses Mal aber nur ganz kurz,
vermutlich weil die Migrationsdiskussion
schlecht mit rechtsextremen Psychopathen
genährt werden kann;
sich selbst verdaut es schlecht.
In Mannheim
fährt ein sehr deutscher Einzeltäter
kurz vor der Fastnacht
in eine feiernde Menge.
Ein Taxifahrer verhindert schlimmeres.
Der Attentäter
will sich anschließend
mit einer Schreckschusspistole selber richten,
was ihm schwerverletzt misslingt.
Durchs Netz geistern falsche Angaben („Libanese“),
die Faschobubble schäumt unbefriedigt.
Einige Fastnachtsumzüge in der Nähe
werden abgesagt,
in Heidelberg sind deswegen
die wenigstens traurig.
Der Neonaziangriff
auf einen Jugendclub in Senftenberg (Brandenburg)
schafft es ebenfalls
nur in die Kommentarspalten.

Weil,
jawohl!,
Sonder-Sondierungen zwischen CDU und SPD,
an einem besonders geheimem Ort!
Schnell soll es gehen
und geräuschlos.
Schnell machen auch schon Gerüchte die Runde,
über neue „Sondervermögen“ (Rüstung und Infrastruktur).
Von bis zu 1.000.000.000.000 ist die Rede.
Die Hälfte, 500.000.000.000,
werden bereits am Mittwoch bestätigt,
sowie eine Reform der Schuldenbremse,
die Neuverschuldung für Rüstung soll unbegrenzt sein.
Nur die für Rüstung.
Die Grünen dürften sauer sein.
Wann reicht Die Linke Verfassungsklage ein?
Zur Wiederholung:
500.000.000.000 Sondervermögen.
Mehr als ein doppelter „Doppelwumms“.
Die (Kriegs-)Wirtschaft ist erleichtert.
Für diesen Stunt ist jedoch
eine Grundgesetzänderung notwendig,
die aber noch mit dem alten Bundestag
durchgesetzt werden soll.
was allerdings
next level Wähler*innenbetrug
durch die CDU/CSU ist.
Aber schon sind die nächsten Schritte wichtiger:
Die Diskussion um die Wehrpflicht hebt an,
bereits am Donnerstag ist sie überall Top Thema,
die CSU fordert die Wiedereinführung
noch in diesem Jahr,
auch für Frauen.
Zeitenwende Revolutions.
Die Frage
ob Sozialismus oder Barbarei
ist also fürs Erste entschieden,
eindeutiger können Weichen nicht gestellt werden,
nicht in Deutschland.
Gestern wird dann verkündet:
Morgen schon können die Koalitionsverhandlungen beginnen,
auch „Finanzen“ und „Migration“
stehen soweit,
den Grünen wird sogar
auch ein Teil vom Kuchen versprochen,
Klimaschutz ist wichtig und so weiter.
ACAB will trotzdem nicht mehr führen.

Um den Sozialen Bereich
müssen wir uns also wieder selbst bemühen,
die Regierung hat gerade wichtigeres zu tun:
ver.di bestreikt spürbar den Pflege- und Erziehungssektor.
Ab Morgen sollen zudem elf Flughäfen bestreikt werden,
nein, ich lese gerade,
das geht schon heute los:
14.000 Märzurlauber
sitzen in Wartehallen fest.
Da muss der niedergehende Kapitalismus
eben woanders wüten:
Weil es so viele Postbeschwerden wie nie gibt,
streicht die Deutsche Post
logischerweise 8.000 Stellen.
Dass es so viele überhaupt noch gab…
Aber irgendwoher
muss das Geld
für den Krieg ja kommen.

 

Kriegsprotokoll. Schreibtisch. Deutsche Heimatfront. Letzte Reihe.
Woche 156.
Selenskyj hält den Kopf hin. Montag: Selenskyj ist weiterhin bereit, das Rohstoffabkommen zu unterzeichnen. Keir Starmer feat. Emanual Macron: „Crossroads in history“, einmonatige Waffenruhe?, aber nicht für Bodenkämpfe?. Hegseth (Pentagon) stoppt alle Cyberangriffe auf Russland. Neil Young will in der Ukraine auftreten. Die deutschen Rüstungsaktien gehen um bis zu 20% nach oben. Schweden erhält den Auftrag, die Taurus-Bestände zu renovieren. Bereits am vergangenen Samstag haben russische Raketen einen Truppenübungsplatz in Dnipropetrowsk getroffen, wobei mehrere Menschen gestorben sind. Trump über Selenskyj auf Truth Social: „Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Unterstützung Amerikas hat.“ Dienstag: Die Erdölanlagen in Rostow werden angegriffen. Trump stoppt sämtliche Militärhilfen. Ungarn begrüßt das, der Kreml sowieso. Moskau lehnt europäische Friedenstruppen ab. Ursula von der Leyen schlägt einen Plan zur europäischen Wiederaufrüstung vor: 800.000.000.000. In Odessa fällt der Strom nach Drohnenangriffen aus. Mittwoch: Odessa wird weiter angegriffen, zwei Menschen sterben. Macron, Starmer und Selenskyj wollen gemeinsam nach D.C. reisen. Die USA stoppen ihre Geheimdienstaktionen für die Ukraine. Merz und Rutte sind sich einig. Donnerstag: Krywyj Rih wird mit Raketen angegriffen, mindestens vier Menschen sterben. Auch Odessa steht weiterhin unter massivem Beschuss. Trump-Vertraute sprechen mit Selenskyjs Vorgängern. Andrijiwka (Donezk) ist „befreit“. Russland stellt sich klar gegen europäische Friedenstruppen. Auch die Türkei würde sich an einer Friedensmission beteiligen. Der UK verkündet die Bildung einer „Koalition der Willigen“. Selenskyj schlägt eine partielle Waffenruhe vor (Luft- und Seestreitkräfte). Russland lehnt ab. Freitag: Landesweit schlagen Raketen und Drohnen ein, besonders die Energieinfrastruktur wird getroffen. Trump dazu: „Was jeder andere auch machen würde.“ Polen will 4%-Rüstungsausgaben in der Verfassung verankern und bis Jahresende alle Männer militärisch ausbilden. Den verbleibenden Soldaten in Kursk droht die Einkesselung. Samstag: In Dobropillja (Donezk) sterben elf Menschen nach russischem Beschuss. Viktorowka, Nikolaewka und Staraja Sorotschina (Kursk) werden zurückerobert. Odessa wird weiter beschossen. Sonntag: Auch Australien denkt über Friedenstruppen nach. Russische Truppen versuchen Sudscha (Kursk) zurückzuerobern, indem sie die Kleinstadt durch eine stillgelegte Gaspipeline betreten, die aber von ukrainischen Truppen beschossen wird. Musk droht der Ukraine: „Wenn ich es (Starlink) abschalten würde, bräche ihre gesamte Front zusammen.“ Kostjantynopil (Donezk) und Nowenke (Sumy) werden „befreit“. Morgen beginnen neue Gespräche zwischen den USA und der Ukraine in Riad.

 

In other wars
gewinnt „No Other Land“
den Oscar für den besten nicht US-Film,
ein Drama aus dem Gazastreifen,
gedreht von Palestini und Israli.
Trump hat mal wieder eine letzte Warnung
an die Hamas;
die Hunde des Krieges schlafen schlecht.

In other wars
begehen syrische „Regierungstruppen“
Massaker an der Zivilbevölkerung
(1.000+ tote Alawiten),
„Präsident“ al-Scharaa beteuert,
das seien alles aus dem Ausland gesteuerte
Assad-Anhänger gewesen.
Der Westen mahnt.

Kein Wunder also,
dass neben der Choose Your Fighter Challenge
(siehe weiter oben)
gerade ein KI-Video viral geht,
das sämtliche Mitglieder des World Leaders/Arschlochklubs
„We are the world“ singen lässt.
Frauenstimmen sind dabei nicht zu hören.
Morena Sheinbaum hat ja aber auch
85% Zustimmung in Mexiko,
die kann sich das Gejaule sparen.

Gut.
Die Sonne geht wieder unter,
und auf der Schwelle zur Nacht
bleiben heute
wieder nur die üblichen Verdächtigen sitzen:
Basketball und Provinz.
Ich mache es kurz,
die Deadline
sieht heute so ungeduldig aus;
muss am vielen Weichenwechsel liegen.

LeBron James ist der erste NBA-Spieler,
der die 50.000 Punkte Marke (Season und Playoffs) knackt.
Beim Spiel gegen die Celtics in Boston
soll dann auch noch
das nächste Kapitel der legendären Rivalität aufgeschlagen werden,
aber die Celtics sind anscheinend
nicht umsonst die Titelverteidiger.
Historisch macht auch Nikola Jokic weiter:
31/21/22 hat auch noch niemand geschafft.

Im Weltkulturerbe hingegen
ein ganz normales März-Wochenende:
Die Panthers verpassen die nächste Playoffrunde.
Und die MZ macht sich zu unrecht Sorgen
über ausbleibende Touristen
wegen AfD-Erfolgen.
Die kommen nicht mehr trotzdem,
sondern immer mehr deswegen.
Und was müssen die sehen,
wenn sie hier
am feministischen Kampfsamstag
über den Markt schlendern?
Regenbogenfahnen
neben SDAJ-Ständen
neben GEW-Ständen
neben queeren Menschen,
die auf und vor einer Bühne stehen.
Normal.
Also trotten sie zurück zum Bahnhof,
wo die Weichen
wieder rotbraunen Rost ansetzen.
Warum?
Weil wir es zulassen.

 

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