„Das ist kein Jahr für Eintagsfliegen,
das ist kein Jahr wie jedes Jahr.
Die Sterne stehen glänzend günstig
und selbst der Mond hat keinen Fleck.
Es ist genau der richt’ge Zeitpunkt,
alle Connections sind gecheckt.
(Rio. 1986)
Puh,
der Mai atmet
nochmal ganz kurz durch.
Warm wird es draußen nur,
wenn die dicken Schauerwolken
die Sonne mal länger als eine Minute
durchscheinen lassen.
Die „Eisheiligen“ kicken in diesem Jahr
aber mal so richtig pünktlich rein
(und gehen morgen Nacht zu Ende),
im Oberharz fällt sogar nochmal Schnee.
Drinnen ändert sich aber gaaaar nichts,
im Gegenteil..,
die Ausnahmen heißen
Montag,
Mittwoch
und Freitag,
Sonntag noch nicht mitgezählt.
Zeit also für Besinnung;
denn wenn wirklich mal wieder
alles gleichzeitig passiert
und emotionale Haushalte
kurz vorm Kollaps stehen,
dann helfen nur noch Hände
unter einer warmen Decke.
Denn in der neuesten Ausgabe
von „being the best version of ourselves“
helfen sich
Ikarus und Lazarus
dann doch irgendwie
gegenseitig aus der Scheiße
und wissen endlich nicht mehr,
wo Unten und Oben
sein sollen.
Kurzum:
Dieser Mai bleibt
der Single Month
of the fucking Decade.
So wie in Mai-Bock.
Und wenn ich dann
auf irgendwas
also gerade aber einfach mal
so was von gar keinen Bock habe,
dann natürlich auf euch,
#DieDoppeltenZwanziger,
sorry, not sorry.
Die Begleitmusik,
und nichts anderes seid ihr,
#DieDoppeltenzwanziger,
kann noch so scheiße sein,
aber diese Staffel trägt ihren Namen
ja wohl mal nicht
ohne Grund.
Also,
apropos Scheiße:
Die Furcht vor dem Herbst
(Landtagswahlen)
nimmt inzwischen reale Gestalt an.
Hanns-Thomas Tillschneider
träumt schon von 51%.
Und das Kleinbildungsbürgertum
macht sich nicht mehr viele Hoffnungen.
Und Ulrich Siegesreich, der Erste
verbreitet „gute Laune“.
Und es ist wirklich so schlimm.
Momentaner Strohhalmhalter:
Bildungsminister Riedel,
der sich sichtbar Mühe gibt
beim Kantezeigen.
Und so ganz aus Pappe
ist der Hebel ja auch nicht,
den er ziehen muss:
Denn neben „Gesichert Rechtsextremistisch“
könnte/sollte/müsste/dürfte
auch das „Bildungsprogramm“ der „Partei“
wenigstens die Leute zum Nachdenken bringen,
die in der Schule auch nach der 2. Klasse
noch ein bisschen aufgepasst haben.
Gut,
ich steigere mich natürlich nicht rein,
der Mai hat ja Recht.
Wo rein auch?
Dass Merz beim großen Gewerkschaftskongress
gnadenlos ausgebuht wird?
Dass in London
schon wieder Regierungskrise ist?
Dann doch lieber
ins liebste,
was uns westeuropäische Millenials
noch daran erinnert,
wie vernünftig es hier
doch immer noch läuft,
die USA, beziehungsweise,
das wozu die geworden sind:
Der Frisurensohn kündigt für die Zwischenwahlen an,
dass in jedem Bundesstaat
eine “Election Integrity Army”
dafür sorgen wird,
dass die Republikaner
nicht implodieren.
Zur weiteren Absicherung
seines „Golden Age“
denkt er laut über eine „Pause“ bei der Spritsteuer nach.
So laut,
dass mal wieder kaum durchdringt,
dass ICE jetzt eine Schwarze Liste
auf ihren Phones hat,
powered by Palantir;
was soll schief gehen?
Zum Beispiel Elon Musk,
der in China
schon wieder auf irgendwas drauf ist,
wahrscheinlich Upper,
oder akuter Rückfall Größenwahn.
Mit ihm zusammen
waren auch Tim Cook und der Typ von Nvidia
in Beijing.
Das hat Xi allerdings auch nicht davon abgehalten,
dem Frisurensohn ins Gesicht zu sagen,
die USA sind eine „nation in decline“,
vor laufenden Kameras.
Worauf Trump maximal dumm
und einen Tag später antwortet,
Xi hätte die USA unter Sleepy Joe Biden gemeint,
nachdem er Waffenlieferungen an Taiwan untersagt.
Das ZDF fragt also genauso völlig zurecht
wie viel zu spät:
„Hat Trump die Kontrolle verloren?“
Hier nur eine von unendlich vielen Antworten:
Der Reflective Pool
vor dem Lincoln Memorial
wird poolblau gestrichen.
So bescheuert einfach ist das alles.
Und eben auch nicht.
Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon
wird verlängert.
Die Angriffe dauern an.
Logisch.
Der Anführer des militärischen Flügels
der Hamas im Gazastreifen
(mitverantwortlich für den 7. Oktober 2023)
wird bei einem israelischen Angriff getötet.
Und vor lauter „Kein Bock“ sparen sich
#DieDoppeltenZwanziger
heute auch dann einfach mal das Kriegsprotokoll,
hatten sie ja bekanntermaßen auch noch nie
welchen drauf.
Es gibt ja auch
immer noch
Nichts Neues.
Am Wochenende,
bevor es nach der Mai-Waffenruhe wieder losgeht,
sagt Putin, der „Krieg“ (finally!)
nähert sich dem Ende,
und am besten solle doch
Gerhard Schröder, Bundeskanzler a.D.
vermitteln, was es noch zu verhandeln gibt.
Und dann explodieren wieder
Tankstellen,
Kraftwerke,
Versorgungsleitungen
und Friedensträume.
Und selbst nicht der allerletzte Schreck
aus der Katastrophenecke
kann diesem Mai
etwas anhaben:
Das Hanta-Virus
kommt schneller in den Schwurbelkochtopf
als es entweder aus der Ukraine kommt,
oder die Folge von Corona-Impfungen ist.
Was bleibt,
bevor es wieder schöner wird,
ist eine Leiche in der Ostsee.
Als ob Timmy „Ironie für Anfänger“
zu Ende studiert hätte,
taucht sein endgültig erschöpfter Körper
vor Dänemark wieder auf.
Die Timmy-Bubble platzt auffällig leise,
und wenigstens der Wal
hat endlich Ruhe.
Und, was im Mai
nie unerwähnt bleiben darf:
Basketball
is in full bloom,
mit allem was dazu gehört:
Luka Doncic ist auf der Bank geblieben
und die Lakers werden gesweept,
LeBron rät SGA,
sich doch bitte noch einen Titel zu holen.
Den darf der sich dann
als nächstes gegen die „Area 51“ verdienen.
Luka jedenfalls will schon mal,
dass Austin bleibt;
die Lakers bleiben cool
und relaxen courtside
beim ersten Saisonsieg
von Caitlin Clark.
Just one more „thing“ to love
more than this game..
In diesem Sinne,
für das kommende Pfingstwochenende
hat sich der Sommer angekündigt,
nicht der letzte,
der erste.
Und die Freundschaft.
Und die Liebe.
Und Alles.
Der Mai hat schonmal
das letzte T-Shirt
rausgelegt:
Sag ich alles ab,
außer dir..
Here Comes The Unfuckening!
Aus dem Tagebuch irgendwelcher Millenials 2
mittwoch, 13. mai:
– nach zwei wochen zum ersten mal
mal „ausgeschlafen“ gefühlt
– „Lebenszeit“ nur noch
ein mal sommerferien vom zusammenbruch entfernt
– totalschaden!, keine verletzten unter den geliebten
– küsse unter frühlingsregenwolken,
no umbrella needed
freitag, 15. mai:
– alles fügt sich,
auch auf dem friedhof in Ragow/Mittenwalde,
so long, cowboy, so long
– am abend dann noch mehr zuhause,
noch mehr warme decke, noch mehr zukunft
– und die erkenntnis:
es ist wirklich so einfach!
z.b. erdbeeren,
„Junimond“ einfach gar nicht mehr hören
und der zukunft
zwei schnippchen schlagen..

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