Wolves of Winter (Teil 1)
Es war ganz genauso, wie es sein sollte.
Gegenwartsliteratur.
Live.
Nur im Internet.
Aus der Provinz.
"Kurz vorm Ende der Welt lass ich lieber los."
"Hätten wir da. Aber der Ofen bleibt heute kalt."
"Was auch immer die da in Leipzig gemacht haben, es hat geholfen."
Das hier ist nicht für jetzt,
sondern für die Nachwelt!
Für Menschen,
die irgendwann
auf der Suche nach Dokumenten sind,
die wi(e)derspiegeln,
wie wir wirklich waren,
als wir es waren.
Widersprüchlich.
Unsicher.
Hoffnungsvoll
verzweifelt.
Kurz ist es völlig still. Dann ein Ruf, und aus dem Dickicht dicht neben ihnen bricht ein Sprung Rotwild hervor. Das Fell glänzt fast schwarz von Erde und geschmolzenem Schnee.
„Amen“, die Gastgeberin trank den letzten Schluck aus ihrem Glas, „das ist der kontrollierte Kontrollverlust. Die Zeit lässt sich nicht kontrollieren, Körper und Seele allerdings schon ganz gut.“
„Kunst?“, der Mützenträger machte sich das dritte Bier auf. „Das soll Kunst sein?"
Vorschlag für das nächste Landesmotto: Wir halten länger durch!