Smithereens (Pokerchips im Fachwerkpalast 4)
"Kurz vorm Ende der Welt lass ich lieber los."
Gegenwartsliteratur.
Live.
Nur im Internet.
Aus der Provinz.
"Kurz vorm Ende der Welt lass ich lieber los."
Das hier ist nicht für jetzt,
sondern für die Nachwelt!
Für Menschen,
die irgendwann
auf der Suche nach Dokumenten sind,
die wi(e)derspiegeln,
wie wir wirklich waren,
als wir es waren.
Widersprüchlich.
Unsicher.
Hoffnungsvoll
verzweifelt.
„Kunst?“, der Mützenträger machte sich das dritte Bier auf. „Das soll Kunst sein?"
"Then they fucked that too."
"Ich stell mir grad vor, wie früher im Freibad immer die 40jährigen auf den Dreier geklettert sind, um sich dann mit nem fast eleganten Köpper selbst und allen anderen zu beweisen, dass sie es einfach mal schon immer drauf hatten. Und wie wir dabei am Beckenrand standen und uns bloß unseren Teil gedacht haben.“
Besonders in den Tagen der Quarantäne hatte ihn die Ohnmacht seiner Privilegiertheit beinahe erdrückt.
„So, keine Handys am Tisch, wisst ihr Bescheid.“
Ja, wann denn sonst? Auge um Auge, Zahn um Zahn. Nie wieder!
Heute kann sich der Brillenträger nicht daran erinnern, dass die Jungs damals über den Tag der Einheit gesprochen hätten, hatte dieser doch gerade erst sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert.