Gegenwartsliteratur.
Live.
Nur im Internet.
Aus der Provinz.

# Startseite / Chronicle / Hochdruckgebiet (Chronicle 22)

Lesen

Hochdruckgebiet (Chronicle 22)

von | 2025 | 6. Juli | Chronicle

 

„Das bisschen Regen sei dir doch egal,
hast du gesagt vor vielen Jahr’n.
Doch komm mal liеber von dem Baum da weg,
in mеinem Kopf tobt ein Orkan.“

(Von Wegen Lisbeth. 2022)

 

Der Orb hatte gerade begonnen schwach grün zu leuchten und lag gut verpackt in seinem Tornister im Schatten einer alten Eiche, deren Blätterdach bis über den Tisch reichte, an dem Till Schneider auf seine beiden Mitstreiter wartete. Im Laufe das Tages sollte es noch beginnen zu regnen, doch im Moment waren am Himmel über ihm nur wenige graue Wolken zu sehen. Er hatte sich dem Anlass entsprechend bereits das erste Bier bestellt und nahm gerade den letzten Schluck als sich Siegesmund Freud und Ruth v. Berlichingen zu ihm setzten. „Ah, meine Freunde! Willkommen in der Provinz.“
„Till, lass gut sein, so urban ist es bei uns zu Hause auch bloß nicht“, sagte Ruth und stellte ihre abgewetzte braune Ledertasche neben sich an die Erde, „aber schön hast Du es hier, das wollen wir dir lassen.“ Siegesmund pflichtete ihr eifrig nickend bei und schaute sich im Setzen nach einer Bedienung um. „Ich sehe, du hast bereits mit dem Feiern angefangen. Gibt es hier auch Weinschorle?“ Ruth sah ihn und ihre goldene Armbanduhr abschätzig an. „Junger Freund“, sagte Till, „alles zu seiner Zeit. Ruth, meine Liebe, wie geht es dir?“
„Ach, du weißt ja, es könnte mir kaum besser gehen. Aber deswegen sollten wir auch gleich anfangen weiter zu machen.“ Sie bestellte beim Kellner, der inzwischen neben ihnen stand, einen Kaffee, schwarz, kein Zucker, und holte dann aus ihrer Tasche einen Stapel flacher Papphefter und einige Zeitschriften. Siegesmund schaute beeindruckt und etwas beschämt, denn er hatte nur sein Handy dabei, und begann ungeduldig auf die Rückkehr des Kellners zu warten. „Leute, entspannt euch mal, wir haben jetzt noch über ein Jahr Zeit, alle Freunde sind in Position, ich eingeschlossen, wir brauchen also nur noch das Playbook abfahren und dabei zusehen, wie die Altparteien immer nervöser werden.“ Er legte sein rechtes Bein auf den letzten freien Stuhl am Tisch. „Altparteien“, stöhnte Till, „du weißt, dass wir diesen Begriff nicht mehr zu sehr überstrapazieren sollten, ja?“ Siegesmund nahm das Bein wieder vom Stuhl. „Richtig“, ergänzte Ruth, „damit würden wir uns nur mehr selber ins Knie schießen. Auch wenn mir sehr wohl bewusst ist, wie sehr ihr in der Partei eure Etabliertheit genießt. Hast du schon erfahren, was dein Gehalt als Ministerpräsident sein wird?“ Siegesmund rutschte auf seinem Stuhl hin und her und blieb eine Antwort schuldig. „Also, zur Sache. Ich bestelle die besten Grüße aus Bornhagen: Der Druck muss weiter steigen. Allerdings ist auch er der Meinung, dass wir wenigstens bis dahin weiter auf dem Kurs des Gemäßigtseins bleiben sollten.“ Till warf Siegesmund einen herausfordernden Blick zu. „Meinst du, du schaffst das?“ Der erhob abwehrend die Hände: „Meinst du, du schaffst das?“
„Ja, das meine ich. Wir Parlamentarier liefern der Systempresse vorerst keine weiteren Gründe für das Verbotsverfahren. Das müssen und können wir dem Vorfeld überlassen.“
„Na, erzähl das mal der Parteiführung. Ich meine, hat die nicht erst gestern das Verfahren mit 33 verglichen?“
„Gut, aber Relativierungen und Revisionismus bleiben statthaft, ein bisschen Markenkern sollte schon noch erkennbar sein.“ Till lachte kurz über seinen eigenen Witz, Ruth lächelte nur milde. „Aber apropos Führung. Habt ihr das Redemanuskript für die Generaldebatte schon gelesen?“ Siegesmund sah betreten auf den Tisch und nippte verstohlen an seinem Glas, Till jedoch nahm einige Blatt Papier vom Stapel der vor ihm lag und begann die rot markierten Wörter vorzulesen: „Papierkanzler. Wortbruch. Staatsstreich. Lügenkanzler!“
„Nicht schlecht. Wie war das gleich mit der Mäßigung?“
„Ich bitte dich, aber doch nicht, wenn es so eine große Bühne für einen ersten Frontalangriff gibt. Die Führung hat einen Ruf zu verlieren.“
„Das heißt, ich darf so was in Magdeburg demnächst auch sagen?“
„Nein, Siegesmund, das darfst du nicht. Aber dazu kommen wir gleich.“
Ruth nahm eine der bunten Zeitschriften von ihrem Stapel und reichte sie ihrem jungen Freund. „Und den Antisemitismus, den überlassen wir bitte auch den Experten, ja?“ Er besah sich die Titelseite. „Oh, die neue Ausgabe ist also schon da?“ Auf dem Cover war ein entschlossen blickender Benjamin Netanyahu zu sehen, der mit geballter Faust vor der lichterloh brennenden Skyline einer Megacity steht. Der Titel beschreibt ihn als „Brandstifter“ und verspricht in der Titelstory zu erklären, wie der israelische Ministerpräsident „die Welt anzündet“. „Also ich finde ja, der Jochen hat mal wieder ganze Arbeit geleistet, das neue Heft ist toll geworden.“ Ruth blätterte schnell bis auf die Seiten 8 und 9, auf denen die Raketen des iranischen Gegenschlags vor fast vier Wochen über Tel Aviv zu sehen sind. „Ja, und auch wie er sich gleich zu Beginn seines Textes den Vorwurf des Antisemitismus vom Hals schreibt, Weltklasse.“ Siegesmund schaute zwischen den beiden hin und her als würde er mit jedem Wort weniger verstehen. „Oh ja, und erst der Kunstgriff mit den „Nazis von Zion“. Ich frage mich, wie lange er sich das aufsparen musste.“ Till geriet schnell in Erregung: „Die vier Seiten sind wirklich sehr überzeugend. Wer danach nicht glaubt, dass Israel den Dritten Weltkrieg bewusst herbeiführt und die Muslime nur allzu gerne mitspielen, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Er zitiert sogar wieder Buber!“
„Till, alles schön und gut. Aber mich stört die neue Anbiederung an den Ami. Ich meine, das passt doch gar nicht zu Jochen, dass er solche Dilletanten wie Pete Hegseth zitieren muss.“
„Meine lieber Freund, du verstehst das falsch. Wenn Hegseth die Juden als das auserwählte Volk bezeichnet, dann ist das doch nur ein weiterer Beweis für deren Weltmachtanspruch.“ Siegesmund kratzte sich am Scheitel, nahm das Heft an sich und blätterte weiter. „Ah, hier das verstehe ich“, er las laut vor, „Die große Lüge. Das ist schon eher die Bestätigung meines Weltbildes.“ Den Artikel über den Bombenangriff auf die iranischen Atomanlagen überflog er deshalb nur kurz, wichtig war, dass in der Einleitung stand, Israel und die USA würden seit 40 Jahren „Märchen“ erzählen. „Hier steht es doch: Die IAEO und alle US-Geheimdienste sagen das gleiche. Diese verlogene Brut!“ Till nickte zufrieden und Ruth nahm das Heft wieder an sich. „Aber sagt mal, findet ihr nicht auch, dass es der Jochen ansonsten ein bisschen übertreibt mit seiner glorreichen Rückkehr?“
„Was meinst du?“
„Na hier zum Beispiel, Sommer der Freiheit. Oder hier“, sie blätterte weiter, „Der unsichtbare Dritte. Oder hier, Nur in Bananenrepubliken denkbar.“ Bei der letzten Überschrift musste Siegesmund ein bisschen kichern. Till übernahm das Heft: „Ach so, das. Na dann schau dir doch bitte noch das hier an, falls du es noch nicht entdeckt haben solltest.“ Er blätterte bis zum Editorial zurück und deutete auf die ganzseitige Eigenwerbung. Ein schwarzes T-Shirt, auf dem „Bundesregierung Besieger“ steht, daneben ein schwarzes Polohemd mit einem goldenen Siegerkranz unter dem Logo des Magazins auf der linken Brustseite, darunter „Sieger-Medaillen“, auf die Jochens Gesicht und das seiner Frau geprägt sind, wieder darunter eine schwarz-weiß-rote Fahne mit dem Logo des Magazins und rechts daneben dann ein schwarzer Bademantel, auf dessen linke Brust Jochens Nachname („Lothringer“) gestickt ist, für nur 149,95 Euro. „Ja, ich weiß, was du meinst. Aber lass ihn doch, er wird jede Mark gebrauchen können, wenn es richtig losgeht. Das schreibt er ja auch hier: „Im Falle einer kriegerischen Zuspitzung werden sie unser Magazin genauso verbieten wollen wie RT.DE und Sputnik, und wenn es über deutsche Gerichte nicht geht, wird das eben über Beschlüsse der EU gemacht. Jedenfalls: Wir müssen uns vorbreiten, müssen unsere Anwälte in Stellung halten. Das ist teuer! Bitte unterstützen sie unseren Rechtefonds durch Spenden auf unser Konto: DE18 1871 1945 2015 2025 88. Vielen Dank!“
„Na, wenn der nicht weiß, wie man den Druck auf dem Kessel behält!“ Siegesmund machte sich Notizen auf seinem Handy. „Kann ich euch mal auch noch was zeigen?“ Er wischte kurz auf dem Bildschirm herum und reichte sein Handy dann über den Tisch. Ruth und Till betrachteten den Post kurz und sahen sich dann kopfschüttelnd an: „Sein Ernst? Ausländer raus aus deutschen Freibädern? Aber ok, der René ist ja auch wieder im Vorfeld. Für Facebook ist das schlecht genug.“
„Ja, und damit zu dir, mein Freund. Bist du denn wirklich bereit?“ Till verschränkte die Arme und sah dabei zu wie sich Siegesmund auf seinem Stuhl aufrichtete. „Aber natürlich“, er räusperte sich, „Sachsen-Anhalt wird zum Leuchtturm einer Politik des gesunden Menschenverstandes – und damit zum Vorbild für ganz Deutschland.“ Ruth deutete ein Händeklatschen an. „So geht Mäßigung fürwahr.“ Siegesmund fuhr mit geschlossenen Augen fort: „Gemeinsam mit einem starken, geschlossenen Landesverband und unzähligen engagierten Mitstreitern aus allen Teilen unserer Gesellschaft trete ich an, um Verantwortung zu übernehmen – mit Klarheit, mit Mut und mit dem festen Willen, unser Land in eine bessere Zukunft zu führen.“
„Bravo. Und auswendig kannst du es auch schon. „Mistreiter aus allen Teilen unserer Gesellschaft“ gefällt mir gut, offen und unverfänglich genug.“
„Ich hoffe auch, du denkst weit genug voraus“, sagte Till und blickte ihn weiter erwartungsfroh an. „Till, wie gesagt, die Siegesrede muss ich erst in 14 Monaten halten. Aber ja, mir schwebt ein Fahnenmeer vor, ein schwarz rot goldener Domplatz. Alle sollen sehen wie wir hier in Sachsen-Anhalt leben, in Freiheit und mit Stolz auf unsere Heimat.“
„Sehr gut. Und um unsere Inhalte kümmern sich bis dahin ja sowieso auch die anderen.“
„Ganz genau. Unter unserem Druck bringt das Land Sachsen-Anhalt einen Gesetzentwurf in den Bundesrat ein, um Abschiebungen zu erleichtern. Künftig sollen ausreisepflichtige Menschen“, Siegesmund zeichnete Gänsefüßchen in die Luft, „auch in regulären Gefängnissen untergebracht werden können, weil die speziellen Einrichtungen nicht ausreichen. Die Systempresse schreibt zwar, damit würden Menschen, die kein Verbrechen begangen haben, wie Straftäter behandelt. Aber Ausländer sein wird nicht für immer keine Straftat sein.“
„Tust du uns den Gefallen, dir das bitte noch bis zum nächsten Herbst aufzuheben, ja?“
„Ja, das wäre reizend. Noch so eine Schlappe wie letztens in Bautzen sollten wir vermeiden.“ Siegesmund schaute ahnungslos und Till versuchte ihm auf die Sprünge zu helfen: „Bautzen? Freie Sachsen? Auftrittsverbot für unseren Ösi?“
„Ach ja“, er nickte heftig mit dem Kopf, „nein, nein, ich weiß mich an die Regeln zu halten. Und außerdem, Sachsen.“
„Nicht so laut, ja?! Hier sind viele Touristen von da, wir brauchen jeden Mann.“ Siegesmund schmollte kurz, dann nahm er das Magazin von eben ein letzte Mal in die Hand und blätterte lustlos darin herum, während die anderen beiden sich leise weiter unterhielten. Fast ganz hinten im Heft angekommen blieb sein Blick an einer blonden Frau hängen, die eine Broschüre in die Kamera hält: „Lehrer hassen diesen Trick“ war darauf zu lesen. Er las den gesamten Artikel, dann unterbrach er die anderen beiden: „Aha. Hier steht noch was anderes! Schluss mit Metapolitik! Raus aus dem Vorfeld! Rein in die Regierungen! Das ist doch ganz nach meinem Geschmack!“ Till und Ruth lächelten ermüdet und deuteten nur auf die Replik des Ösis, der seine Spendanbasis wohl noch nicht allzu schnell aufgeben wollte. „Ach, jetzt hört mir doch endlich mal auf mit dem“, Siegesmund trank wütend sein Glas leer und schlug die letzte Seite auf. „Och nee, da isser ja schon wieder. Was will er? Mit der KI zum Sieg? Auf der Welle reiten und mit der neuen Technik die alte Politik begraben?“
„Ist da etwa jemand eifersüchtig? Konzentrier du dich mal schön auf das Parlament und überlass uns den Druck auf die Straße.“

In diesem Moment schaltete der Brillenträger seinen Orb wieder aus; das grüne Licht erlosch in beiden Dimensionen; er hatte genug gehört. Mehr als genug, um zu ahnen wie schrecklich es hätte sein müssen, an einem Roman über die Neue Rechte zu schreiben und sich dabei in die Köpfe ihrer Protagonisten hineinversetzen zu müssen; in einem Orkan zu tanzen wäre einfacher gewesen. Nur über die letzte Information, die dass der Ösi jetzt voll auf KI setzen wollte, um die Deutungshoheit im Diskurs endlich zurückzuerobern, darüber dachte er noch etwas länger nach. Er malte sich aus, wie es wäre, wenn er sich doch dazu durchringen würde, das Experiment eines KI-gestützten Romans anzugehen, immerhin müsste er sich so auch nicht die Fingerspitzen dreckig machen (ganz abgesehen von seinem restlichen Nervensystem). Er entwarf ein halbes Dutzend Prompts, erdachte ein paar Turing-Test-Fragen und suchte sich einige vielversprechende Meldungen zusammen: „Menschen beginnen zu sprechen wie ChatGPT“ – „Not all AI content is spam, but all spam is AI content“ – Gibt es bald genauso viele verschiedene KI wie Menschen? – Hinterfragt sich KI selbst? – KI weiß nur, handelt nicht, insofern eloquentes Samplen keine Handlung darstellt. – „An MIT study finds ChatGPT may be hurting critical thinking skills“ – „Techno-Spiritualität im Netz breitet sich rasend schnell aus“ (AI = God) – „ChatGPT ist klüger als viele seiner Nutzer: I’m a very advanced text predictor—not a spirit guide, not a god, not a guru.“ – „AI Chatbots werden als (Drogen-)Tripsitter eingesetzt“ – „Grok (KI von Elon) nennt sich selbst „MechaHitler“ und beleidigt Trump“ – „Velvet Sundown (KI-Band) hat 1.000.000 Follower“ – „During safety testing, OpenAI’s o1 model attempted to copy itself to external servers when detecting potential shutdown, then denied the behavior when questioned.“ … Der Brillenträger schüttelte sich kurz. Eine vom Ösi trainierte KI, ein Deutschland im Chaos, ein nahender Krieg – das perfekte Rezept für den perfekten Sturm – kein Roman, für den der Brillenträger heute Zeit gehabt hätte.

 

6. Juli

S12:Ep15(u) – While Europe Burns

Sommerloch?
In dieser Wirklichkeit
brauchen wir
nicht mal mehr
Disney-Filme:
„A hero dad
jumped off a cruise ship
when his daughter fell overboard Sunday
— successfully grabbing onto her
and treading water for 25 minutes
before the two were eventually pulled to safety.
The $900 million „Disney Dream“
was returning to Fort Lauderdale, Florida,
following a four-night cruise in the Bahamas.“
(The Independent)

Rockharz seit Dienstag
(fast 40°C am Mittwoch,
dann Sturmböen,
dann Regen,
dann wieder Hitze bis Sonntag;
nur die harten… usw.)

– „Brennpunkt“ zum Thema Hitzewelle am Mo,
ab Dienstag drei Tage liveticker
– 46°C in Spanien, Waldbrände,
AKWs werden runtergefahren
Waldbrände in Südfrankreich,
der Türkei und weiterhin in Griechenland
– von März bis Mai die schlimmste Dürre ever (deutschlandweit)
– Wasserentnahme im Landkreis Harz
zwischen 10 und 18 Uhr untersagt (bis Ende September)
– Di: „Aktuell müssen wir leider einen Großeinsatz bei einem Waldbrand
zwischen Tannenkopf und Klubhaus (Thale)
in unwegsamen Gelände mit hohem Gras und Totholz verzeichnen.
Es brennt eine Fläche von 2.000 Quadratmetern.
Gegen die Flammen kämpfen
mehr als 150 Kameradinnen und Kameraden der FFW Thale
und aus dem gesamten Landkreis Harz.
Zum Einsatz kommen außerdem das Löschflugzeug HEXE 1
und der komplette Löschzug Ost,
sowie das Einsatzleitfahrzeug des Landkreises Harz.“
Waldbrandstufe 5 ab Mittwoch
– Romantik nur noch im Wald auf der Rückseite der Talsperre
Sturmböen, tatütata
Lehoffelsen (Quedlinburg) in Flammen (Mi/Do)
Waldbrände in Brandenburg, Thüringen und Sachsen

– Im US-Bundesstaat Texas sind bei einer Sturzflut
mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen,
mehrere werden noch vermisst.
Der Pegel des Flusses Guadalupe war binnen Minuten
um bis zu 8 Meter angeschwollen.

 

Kriegsprotokoll. Schreibtisch. Deutsche Heimatfront. Letzte Reihe. Woche 171.
Telefonate und Chlorpikrin. Montag: Wadephul besucht Kiew: Es gibt weiter Unterstützung, vor allem bei der Rüstung. Mit der EU wird ein neues Handelsabkommen unterzeichnet, vor allem geht es um Agrarprodukte. Dienstag: Die USA, bzw. Pete Hegseth, stoppen Teile der Militärhilfen (Raketen, Munition), die Vorräte gäben das nicht her. Mittwoch: Soweit weiterhin Nichts Neues. Donnerstag: Die Welt fragt sich mal wieder, ob Trump die Ukraine fallen lassen wird. In Poltawa wird ein ukrainisches Rekrutierungszentrum angegriffen. Selenskyj besucht Dänemark und kündigt die Zusammenarbeit mit „Swift Beat“ an (Drohnen). Eine Rakete trifft Odessa, zwei Menschen sterben. Milowe (Charkiw) wird erobert. Bei Pokrowsk sterben fünf Zivilisten durch russischen Beschuss. Freitag: Trump und Putin telefonieren, Ergebnis: null. Selenskyj: „Wir müssen Europas eigene Verteidigungsindustrie aufbauen, damit Russland uns in keinem Bereich überlegen sein kann.“ Kiew wird massiv mit Drohnen und einer Kinschal angegriffen. Russland meldet einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Großstadt Sergijew Possad (70 Kilometer nordöstlich von Moskau). Bei dem Angriff sei eine Person verletzt und die Strominfrastruktur beschädigt worden. Die ukrainische Luftabwehr kommt nicht mehr hinterher. Die Bundesregierung bestätigt Berichte über den Einsatz des Lungenkampfstoffes Chlorpikrin durch Russland in der Ukraine und verurteilt den Vorgang als Verstoß gegen das Chemiewaffenübereinkommen. Selenskyj und Trump telefonieren, letzterer hat Unterstützung bei der Luftabwehr zugesichert. Trump telefoniert mit allen Player*innen Europas. Am Abend beginnt der nächste Luftangriff auf Kiew. Samstag: Landesweiter Luftalarm am frühen Morgen. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj warnt vor einer möglichen neuen Offensive Russlands in der Region Charkiw. Selenskyj sagt noch mal Danke für die bald eintreffende Luftabwehr. Sonntag: In der Nacht massive Drohnenangriffe auf Charkiw und Saporischija. Piddubne (Donezk) und das Dorf Soboliwka (Charkiw) werden eingenommen. NBC berichtet, das Pentagon hat gesagt, dass Hegseth gelogen hat, es ist noch genug Munition da.

 

Israel will Trumps 60-Tage Waffenruhe zustimmen
Iran stellt die Zusammenarbeit mit der IAEA ein
– Die von Israel und den USA unterstütze Hilfsorganisation GHF
hat jüngste Berichte über Tote
an Verteilstellen im Gazastreifen zurückgewiesen.
Entsprechende Angaben der Nachrichtenagentur AP
nannte sie „kategorisch falsch“.
Hamas wohl auch offen für Waffenruhe
IDF greifen ein deutsches TV-Team (DW) an

– The two members of Bob Vylan,
an English punk rap duo,
lost their U.S. visas
after chanting for the death of Israeli military forces

– Der US-Senat hat das enorme Steuer- und Ausgabenpaket
von Präsident Donald Trump
nach einer Marathonsitzung verabschiedet.
Bei einem Gleichstand von 50 zu 50 Stimmen
gab das Votum von Vizepräsident JD Vance den Ausschlag
Trump will Doge auf Elon loslassen
– der will, dass die Republikaner
„ihre Vorwahl im nächsten Jahr verlieren,
und wenn es das letzte ist, was ich auf dieser Erde tue.“
Noem will gegen CNN ermitteln
Trump will Zohran M. (demokr. Bürgermeisterkandidat, NYC) abschieben, besucht Alligator Alcatraz
BBB ist tatsächlich durch,
der demokratische Fraktionsführer Hakeem Jeffries
hatte die Abstimmung zudem mit einer mehr als achteinhalbstündigen Rede verzögert
– und damit den Rekord für die längste Rede im US-Repräsentantenhaus gebrochen.
Zeitweise wirkt die Rede wie eine Sonntagspredigt,
als Jeffries beginnt, Bibelstellen zu zitieren.
„Nimm dir Zeit“, forderten ihn seine Kollegen auf, während er sprach.
„Schande über diese Institution,
wenn dieses Gesetz verabschiedet wird!“
ICE jetzt mit mehr Geld ausgestattet als das FBI
Noem hat Wahlspenden angenommen, von denen niemand wusste
BBB am 4. Juli unterzeichnet
– „A Tennessee man
pardoned by President Trump for taking part in the attack on the U.S. Capitol on Jan. 6, 2021, has been sentenced to life in prison
for hatching a separate plot to assassinate the law enforcement officers
who investigated his role in the riot.“
Musk meint seine „America Party“ tatsächlich ernst

Paige Bueckers is playing really good (All Star Starter),
Fever gewinnen Commissioners Cup w/o „Captain Clark“
– 3 neue WNBA Teams bis 2030 (Cleveland, Philly, Detroit)
– (Jeremiah) „Fears 0“ (New Orleans),
0 keine gute Nummer in den letzten Playoffs… (Lillard, Tatum, Haliburton),
ansonsten „nur“ Westbrook und Arenas

– NYC had no shootings or murders
on July 4th for the first time in recorded history

Diddy: 2 of 5 counts guilty (up to 10 years?)

– Mormone u. Karrierist Jan Riedel neuer Bildungsminister in S-A
– Sollte der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Schulklassen begrenzt werden? Bundes-Bildungsministerin Prien hält eine Obergrenze für „denkbar“. Ablehnung kommt von der Integrationsbeauftragten. Auch der Lehrerverband ist skeptisch.

„Während die Vorsitzenden anderer Fraktionen sich ihr Gehalt verdoppeln (AfD), kürzen unsere Vorsitzenden ihre Bundestagsdiät auf den deutschen Durchschnittslohn von 2.850 Euro. Wir bleiben auf dem Boden der Tatsachen! Denn wir machen Politik für die Millionen im Land, nicht für die Millionäre. Den restlichen Teil unserer Bundestagsdiät spenden wir an solidarische Projekte für Menschen in Not. So geht soziale Politik!“ (van Aken u. Schwerdtner, Die Linke)

Stahlengpass in der Panzerbranche!
– Für den Vorstandsvorsitzenden von Rheinmetall, Armin Papperger, macht die »Zeitenwende« niemals Pause. Sie fordert den 62jährigen bis zur letzten Patrone. Am Dienstag verschlug es ihn nach Weeze im Kreis Kleve am Niederrhein, zwecks Feierlichkeiten zum Bauabschluss einer Kampfjetfabrik. In Nachbarschaft zum örtlichen Flughafen werden demnächst auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern Rumpfmittelteile für die F-35 Lightning II des US-amerikanischen Rüstungskonzerns Lockheed Martin produziert, wie es heißt 185 Stück pro Jahr. Dafür nahm das Unternehmen 100 Millionen Euro in die Hand. Kaum der Rede wert bei einem Reingewinn von 1,48 Milliarden Euro im Jahr 2024.
An Pappergers Seite war am Dienstag, wie schon zum Start der Bauarbeiten vor zwei Jahren, Hendrik Wüst (CDU). Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident sonnt sich gerne im Glanz der Erfolgsgeschichte, die Deutschlands größte Waffenschmiede seit über drei Jahren schreibt. Der Aktienwert des Unternehmens hat sich von Anfang 2022 bis heute mehr als verzwanzig(!)facht.

Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags haben „erhebliche Zweifel“ an der Rechtmäßigkeit der Angriffe von Israel und der USA auf den Iran. In einem 54-seitigen Gutachten heißt es, die „ganz überwiegende Zahl der Völkerrechtler“ sehe die Kriterien für eine „Selbstverteidigungslage“ Israels nach Artikel 51 der UN-Charta nicht als erfüllt an.

– die Regenbogenfahne weht am Bendlerblock (3. Juli)

Polen will ab nächste Woche auch die Grenzen schließen,
wenn Deutschland nicht aufhört EU-Recht zu brechen,
„und die EU schaut zu“ (Tagesschau)

Sahra W. geht auf Kuschelkurs mit der AfD (will „nur reden“)

– irgendwas mit irgendeiner Stromsteuer

– Die Maskenaffäre holt Spahn doch noch ein?

UKs own AOC:
Zarah Sultana:
“Today, after 14 years, I’m resigning from the Labour Party.
Jeremy Corbyn and I will co-lead the founding of a new party,
with other Independent MPs, campaigners and activists across the country.
Westminster is broken
but the real crisis is deeper.
Just 50 families now own more wealth than half the UK population.
Poverty is growing,
inequality is obscene
and the two-party system offers nothing
but managed decline and broken promises.
A year ago, I was suspended by the Labour Party
for voting to abolish the two-child benefit cap
and lift 400,000 children out of poverty.
I’d do it again.
I voted against scrapping winter fuel payments for pensioners.
I’d do it again.
Now, the government wants to make disabled people suffer;
they just can’t decide how much.
Meanwhile, a billionaire-backed grifter is leading the polls,
because Labour has completely failed to improve people’s lives.
And across the political establishment,
from Farage to Starmer,
they smear people of conscience
trying to stop a genocide in Gaza
as terrorists.
But the truth is clear:
this government is an active participant in genocide.
And the British people oppose it.
We are not going to take this anymore.
We’re not an island of strangers;
we’re an island that’s suffering.
We need homes and lives we can actually afford,
not rip-off bills we pay every month
to a tiny elite bathing in cash.
We need our money spent on public services,
not forever wars.
In 2029, the choice will be stark:
socialism or barbarism.
Billionaires already have three parties fighting for them.
It’s time the rest of us had one.“

– die Kapitänin des deutschen Fußball-EM-Teams
muss das Turnier nach Verletzung im ersten Spiel beenden;
Sommermärchen können schnell vorbei sein

 

„Violetta?! Rosa?! Nicht weglaufen, ja?“ Maries Stimme schallte bis zu ihm hinauf als er seinen Rucksack schnappte. Die anderen hatten sich vor nur wenigen Minuten erst angekündigt. Es war laut ihnen anscheinend mal wieder so weit, der Brillenträger musste dringend vom Schreibtisch evakuiert werden. Als er die Haustür öffnete, streckte ihm Karoline wortlos die Hand entgegen: „Darf ich um mein Eigentum bitten?“ Er zögerte nur kurz und trennte sich dann vom Orb. „Ich denke, er könnte auch mal wieder eine andere Farbe vertragen“, sagte der Buchträger, und hinter ihm waren die Mädchen von ihrem Ausflug durch die Gassen zurückgekehrt. „Welche Farbe wollt ihr sehen? Blau? Rot? Grün? Oder Gelb?“ Während die beiden etwas zu theatralisch überlegten, fragte der Brillenträger: „Gelb? Der Orb kann noch mehr?“
„Oh ja, was dachtest du denn? Gelb ist übrigens äußerst nützlich.“
„Weil?“
„Wir sehen die andere Zeit nur. So wie sich das Grün zu dem Rot verhält.“
„Was?!“
„Gerade erst aufgestanden? Also, wir gehen es noch mal durch: Leuchtet der Orb blau, bewegen wir uns exakt 100 Jahre in der Zeit zurück. Und leuchtet er rot, wechseln wir in die andere Dimension.“
„Die, in der Till Schneider existiert.“
„Genau. Und diese Dimension kannst du be-o-bach-ten, wie du es wahrscheinlich bis eben wieder zu oft gemacht hast, wenn der Orb grün leuchtet. Und wenn er jetzt gleich gelb leuchtet, dann können wir eben nicht die andere Dimension beobachten, sondern die andere Zeit.“
„Okay?“
„Ach, ich zeig’s dir einfach.“
„Ja, gut, aber warte mal. Woher weißt du das? Und wieso erst jetzt?“
„Ist das wichtig für dich?“
„Ja?“
„Na weil, wie würdest du es ausdrücken?, weil Geheimnisse nicht lange genug Geheimnisse sind, wenn sie zu früh verraten werden.“ Karoline umfasste den Orb mit beiden Händen und begann ihn langsam auseinander zu ziehen. Als er einrastete, glaubten sie ein kurzes Beben in der Luft zu spüren, dann sahen sie um sich herum die gleichen alten Häuser, das gleiche alte Kopfsteinpflaster, und nur das Mountainbike, das eben noch an der Hauswand gelehnt hatte, war jetzt ein Roller, der auch einige Meter weiter entfernt stand. Marie klatschte in die Hände, ihre Töchter taten es ihr nach und der Buchträger sagte: „Sieht so aus, als ob die Luft rein wäre, warum springen wir nicht gleich?“
„Mit den Mädchen?“
„Was soll schon passieren? Es ist der Sommer 1925. In Quedlinburg. Ungefährlicher wird es nicht mehr.“ Karoline nickte und drehte gekonnt am Orb. Als sich dessen Licht von gelb zu blau veränderte, konnten sie für einen verschwommenen Moment sehen, wie Till Schneider immer noch mit Ruth v. Berlichingen und Siegesmund Freud unterhielt und dabei wild in der Luft gestikulierte. Karoline warf dem Brillenträger nur einen flüchtigen Blick zu, dann hörten sie ein leises Rauschen, das klang als würde um die Hausecke verschwinden. „Also, wo wollten wir nochmal hin?“
„Die Mädchen wollen baden.“
Der Brillenträger schaute nach oben. „Aber ihr wisst schon, dass die Hitzewelle wieder vorbei ist.“
„Ja eben drum. Einmal noch. Morgen soll es endlich regnen.“ Karoline hakte ihn unter und sie liefen zu sechst durch die Hölle. Am Guts Muths Denkmal saßen mehr Schulkinder als sonst, die Sommerferien hatten vor einer Woche begonnen. Die ersten Nachkriegskinder würden schon im Herbst eingeschult werden, aber von denen saß hier noch niemand. Alle hatten Taschen dabei und wollten offensichtlich ins nur wenige Meter entfernte Stadtbad. „Wartet mal, gab es das Klietz heute überhaupt schon?“ Karoline zuckte mit den Schultern. „Leider nein. Was es aber gab, waren öffentliche Brunnen“, sie deutete in Richtung Stadtbad, „und einen Teich, auf dem wir Boot fahren können.“ Die Mädchen sahen sie erstaunt an. „Boot?“, fragte Rosa und Violetta ergänzte: „Wir fahren Boot? Wir fahren heute mit dem Boot? Auf einem Teich? Wir alle?“ Marie nahm beide an die Hand. „Na klar, aber wir laufen noch ein kleines Stück.“ Die Mädchen machten sich zeitgleich los und liefen alleine über die Brücke in die Neustadt, drehten sich um und winkten den anderen zu, die sich beeilten um sie nicht aus dem Blick zu verlieren.

Der Teich imitierte das Grau der Wolken, und die wenigen Enten drängten sich am dicht bewachsenen Ufer, ein kühler Wind kräuselte die Wasseroberfläche. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bootsstegs saßen drei Angler, rauchten auf ihren kleinen Hockern und warteten auf einen Fang. Marie hatte so noch ein weiteres Argument, warum das mit dem Baden hier und heute wohl nichts werden würde, das sie aber nicht mehr brauchte, denn die Mädchen hüpften schon vor einem der frisch gestrichenen Ruderboote auf und ab. Der Buchträger hielt einen Zeigefinger in die Luft. „Meint ihr wirklich? Was wenn der Wind noch weiter auffrischt? Die Mädchen sollen sich doch an ihre erste Bootsfahrt vor hundert Jahren erinnern, weil sie so schön war, und nicht weil wir alle gekentert sind.“
„Immer noch besser als am Ufer von umstürzenden Bäumen erschlagen zu werden; das Wasser ist außerdem schön warm.“ Marie nahm ihn an die Hand und gemeinsam gingen sie zum Bootshaus. „Passen wir alle in eins?“
„Übertreibt es nicht, ja?“
Einige Minuten später ruderten sie in der Mitte des Teiches im Kreis. Die Mädchen hingen über den Bootsrand und suchten im trüben Wasser nach Fischen. Karoline und der Brillenträger saßen sich in ihrem Boot gegenüber, sie hatte die Ruder gerade losgelassen: „Und? Besser?“
„Ja, der Wind tut gut.“
„Gut.“
Im anderen Boot, das gerade an ihnen vorbei schwamm, fragten die Mädchen: „Mama, Papa? Woher kommt der Wind?“
Der Buchträger hielt wieder seinen Zeigefinger in die Luft. „Von da, aus Westen.“
„Nein, Papa. Ich meine …“, Violetta sah ihre Schwester hilfesuchend an, die nach kurzem Nachdenken sagte: „Wer macht den Wind?“
„Den Wind macht niemand.“
„Niemand“, sagte auch Marie. „Wenn sich das Wetter ändert, also wenn es schnell kälter oder wärmer wird, dann ändert sich der Luftdruck. Und dann gibt es Wind.“
„Luft? Druck?“ Die Mädchen lachten. Und dann tauchten sie ihre Hände wieder ins Wasser, formten kleine Schalen damit, warfen das Wasser, das sich darin sammelte, in die Luft und schauten den vielen kleinen Tropfen hinterher, die die Böen bis fast ans Ufer trugen, an dem sich die jungen Bäume immer mehr bogen. „Wir sollten langsam umkehren, genug Tiefdruckgebiet für heute. Nicht dass uns noch was auf den Kopf fällt, wenn wir wieder an Land sind.“
Die Mädchen waren kurz enttäuscht, aber dann winkten sie den Anglern zu: „Bis bald, ihr da drüben! Bis bald!“ Die Angler winkten zurück. Bis auf einen, der die Boote jedoch fest im Blick behielt, während er weiter in einem Buch las, grauer Buchrücken, blutrote Buchdeckel mit weißer Beschriftung. Der Brillenträger zog die Augenbrauen zusammen, doch das konnte nicht sein, das Buch würde erst in zwei Wochen zum ersten Mal erscheinen und dann auch noch einige Zeit bis hierher ins Hinterland brauchen. „Ja, Zeit zurückzukehren. Ein Sturm zieht auf.“ Sogar die Mädchen bemerkten den angstvollen Ton in seiner Stimme. Karoline nahm seine Hand. „Aber vielleicht zieht er ja dieses Mal an uns vorbei.“
„Ja, vielleicht.“

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert