Bild: News from the block.
„I read the news today, oh boy,
about a lucky man who made the grade.
And though the news was rather sad
well I just had to laugh.“
(The Beatles: A Day in the Life. 1967)*
„10 Prozent Strafzölle!
Für alle!
Wegen Grönland!“
Mit dieser Meldung
beginnt der Samstag
(Abend, 18 Uhr, CET)
der letzten Woche
des ersten Jahres
der zweiten Amtszeit
von Donald J. Trump.
Ach ja, was werden wir
in ein paar Jahren schon
über diesen Horrorcrash
der Westlichen Demokratie
doch herzlichen lachen,
ach ja, wie absurd doch alles gewesen war,
damals in den dunklen Jahren,
als die bekannte Weltordnung
durchs viel zu dünn
gewordene Eis gebrochen war,
und alle vergessen hatten,
was der Unterschied
zwischen Lachen
und Weinen ist.
Der Frisurensohn
hat es wirklich geschafft,
an jedem verdammten Tag,
der wichtigste Mensch der Welt zu sein,
egal, ob die Welt das will
oder nicht.
Aber wie irre
es auch in dieser Woche wieder zugegangen ist,
dafür ist später
wieder viel zu viel Zeit.
Und dass es immer noch kälter wird,
das brauche ich hier
weiterhin nicht groß anzukündigen.
Auf dem Quedlinburger Markt schmilzt gerade
der letzte Rest vom großen Schneeberg,
der hier traditionellerweise
den Weihnachtsbaum ablöst.
Wenn das Wetter mistpielt.
Woanders dafür,
wie immer:
Chaos.
„Gunda“ bringt am Wochenanfang
Eisregen (im Westen),
und die Social Media Kanäle
können sich nicht schnell genug
mit Videos von Rutschunfällen
jedweder Art und Komik/Tragik füllen.
Das unbeständige Tauwetter
sorgt aber auch im Weltkulturerbe
für glitschiges Kopfsteinpflaster.
Einzig die hiesige Touristenwinterflaute
verhindert schlimmeres.
So einen guten alten Winter
gibt es aber auch hier
sowieso nicht mehr,
die Temperaturschwankungen
sind inzwischen viel zu unvorhersehbar;
gestern herrschten hier mitunter 13°C,
die Sonne hatte ungewöhnlich viel Kraft;
heute Morgen dann fetter Nebel,
und auch zum Mittag waren kaum 0°C drin.
Und natürlich
war 2025 das drittwärmste Jahr aller Zeiten,
gleich nach 2023 und 2024;
no news detected.
In Patagonien(!) brennen die Wälder,
und im Krüger Nationalpark (Südafrika)
sterben bei Überschwemmungen zehn Menschen,
im Hochsommer.
Mein persönlicher Winter 2026
heißt hingegen
Linkes Schlüsselbein.
Meine Schulter friert ein,
taut auf,
friert wieder ein,
taut nur halb auf,
friert nur halb wieder ein;
wahrscheinlich liegt die Mitte des Lebens
irgendwo kurz vor den Winterferien.
Und da wartet schon,
auch in diesem Jahr,
eine derbere Grippewelle
(inklusive einer gänzlich neuen Virusvariante),
auf der ich
bis jetzt noch ganz gut
auf dem Brett stehe.
Aber genug von Krankheit, Alter und Verfall,
kommen wir nach Connewitz.
Und damit zum Tiefkühlfleisch der Episode.
Zieht die Schnallen Eurer Gleitschuhe noch mal fest,
es geht weiter rasant bergab,
die Piste ist ein einziger Spiegel,
und nur dass er nicht schwarz ist,
heißt nicht, dass …
Im Leipziger Süden jedenfalls
spiegelt sich heute
das Drama des allgemeinen Gesellschaftsverfalls
in einem roten Scherbenhaufen wider.
„Linke“ beschimpfen
Antifaschisten als Faschisten.
Und „Pro Israel-Linke“ beschimpfen
Pro Gaza Demonstranten als Antisemiten.
In Judäa lachen sie die Volksfronten kaputt.
Apropos Volk,
auf einer braun gefrorenen Bananenschale
rutschen wir damit mal wieder zu weit nach rechts aus,
teils aus Schadenfreude,
teils wegen Gründen.
Alice Weidel, noch Parteivorsitzende,
beginnt wohl tatsächlich langsam zu wackeln:
Ein langer und vor allem unangekündigter(!1!) Urlaub
wird für die böse Eisfee zur Schlitterpiste.
Und auch Sachsen-Anhalts worst,
Siegesmund Ulrichson,
begibt sich auf zunehmend dünnes Eis:
Immer noch angeschlagen vom letzten Skandal
(irgendwas mit Geld und Scheißesein)
trifft sich der Gelscheitelträger
mit dem nächsten Wackelkandidaten.
In Karlsruhe begrüßt der heimliche Lover
von Stephen Miller, Markus Frohnmaier (MdB),
unseren nächsten Möchtegernlandespräsidenten.
Angekündigt hat die Glatze
das übrigens per KI-Avatar,
wobei den Promptern das Kunststück gelungen ist,
diesen Avatar noch lächerlicher aussehen zu lassen.
Richtig zur Witzfigur
musste sich auch Beatrix von Storch (MdB)
mal wieder machen,
als sie sich von einem erkälteten Markus Lanz erklären ließ,
wie rechter Kulturkampf funktioniert
(da bei dieser Geschichte
auch die Kloake von „Nius“ eine Toilettenrolle spielt,
erspare ich uns die schmutzigen Details).
Interessanter dagegen
war mal wieder ein obergeheimes Geheimtreffen.
Und zwar in der kommunalen Ostseehalle
in Glowe auf Rügen.
Rund 60 Teilnehmer,
darunter auch Nikolaus Kramer,
Fraktionschef der AfD im Landtag von MV,
und sein Widersacher,
der Co-Landesvorsitzende Enrico Schult.
Anders als in demokratischen Parteien üblich,
erfolgte im Vorfeld keine Information
über die Neugründung einer AfD-Jugendorganisation auf Landesebene.
Der Kreisverband Vorpommern-Rügen
ist der mitgliederstärkste im Bundesland.
Zum Vorsitzenden des Jugendverbandes
wurde Alexander Tschich gewählt,
Mitarbeiter der Landtagsfraktion.
Das geht aus Social-Media-Veröffentlichungen der Partei
im Anschluss an die knapp vierstündige
(super geheime) Versammlung
am vergangenen Sonnabend hervor.
Tschich, der auch für den Landtag kandidiert,
stand bereits an der Spitze
der rechtsextremen Jungen Alternative
in Mecklenburg-Vorpommern,
die es seit fast einem Jahr nicht mehr gibt.
In der Nachfolgeorganisation
in Mecklenburg-Vorpommern
finden sich auch andere Mitglieder
mit Verbindungen ins rechtsextreme Umfeld,
im elfköpfigen Vorstand sitzt beispielsweise
der ehemalige Spitzenfunktionär
der Identitären Bewegung, Daniel Fiß
Ebenfalls „kurios“:
Ein Österreicher ist Vizevorsitzender des Jugendverbandes
in Mecklenburg-Vorpommern.
Wendelin Nepomuk Fessl (sic),
ein Burschenschafter aus Wien
ist zugleich auch im Bundesvorstand
der „Generation Deutschland“ vertreten.
Aber zurück zur Schadenfreude:
Steffen Kotré (MdB)
darf den Sellner, Martin nicht einladen.
Nicht mal zum,
kein Gag,
„AfD-Eisbadeclub“;
Selbst Björn Höcke steht beim Schlauberger-Ösi
noch immer auf der Bremse,
auch weil es overall grade nicht so läuft;
was kein Wunder ist,
denn irgendwann kriegen auch die letzten mit,
dass die Faschos außer Scheiße
keine Inhalte haben.
Und keine Inhalte (mehr)
hat jetzt auch „WhiteDates“.
Eine Dating-Plattform,
auf der die User*innen anhand
ihres Grads an Rechtsextremität
zueinander fanden.
Können die juckigen Faschos aber nicht mehr,
denn „Martha Root“ (aka The Pink Power Ranger)
hackt die Website
live und auf offener Bühne
und löscht sie on the fly.
Nice.
Gut, schliddern wir wieder etwas weiter nach links,
solange es da noch was zum Hinschliddern gibt.
Deutschland bleibt im internationalen Vergleich
weiterhin stabil langweilig.
Selbst Söders neueste Kampagne
kriegt hier kaum noch jemandem
hinter dem Ofen hervor,
bezeichnend ist sie trotzdem.
Die Bild darf vorstellen:
Das „Söder Deutschland“.
Keine Stadtstaaten mehr!
Nur noch zehn Bundesländer!
Und, mindestens genauso wichtig:
Die Nationalhymne!
Muss wieder mehr gesungen werden.
An Schulen!
Markus, Alter!
Noch angestaubter
bleibt die SPD im Gespräch
und kündigt eine neue Reform an.
Na ja, wenigstens reden wieder ein paar Menschen
über die Erbschaftssteuer,
wenn es schon nicht um eine Vermögenssteuer gehen darf.
Dem deutschen Kanzler kann das alles egal sein,
der genießt weiterhin sein Kanzlersein.
Mitten im Winter reist er ins sonnige Gujarat,
besucht also den Hindu-Nationalisten Modi
in dessen Zuhause.
Mit Drachenfest,
Besuch des Ghandi-Monuments
und „einheimischen Köstlichkeiten“;
als wäre das 20. Jahrhundert
nie zu Ende gegangen.
Wie wir aber alle wissen,
arbeitet der Kanzler 24/7.
Und so also auch in diesem Fall
für die deutsche Rüstungsindustrie,
so ein Weltkrieg
lässt sich ja vielleicht auch
nur von der Werkbank aus gewinnen?
Im Austausch
für deutsche Waffen und deutsches Geld
würde Merz am liebsten gleich
ein paar tausend Studierende mitnehmen.
In die USA würden die ja wohl gerade
nicht wollen, oder?
Auch die europäische Kanzlerin (kind of),
Ursula von der Leyen,
hat großes zu verkünden.
Und das hat sie tatsächlich,
denn der Abschluss der Mercusor Abkommens
zwischen der EU und dem größten Teil Südamerikas
ist in diesen Zeiten,
da sich die Weltschollen neu sortieren,
kein unbedeutender Deal,
vor allem,
weil er Trump kaum gefallen dürfte.
Eine Freihandelszone
mit gut 700.000.000 Mitgliedern.
Da gibt es einiges zu tauschen.
Und wenn heißes Wasser immer teurer wird,
kann es ja nicht schaden,
wenn der Kaffee
wieder billiger wird.
Und damit dann
nach Grönland.
Wohin auch sonst
in diesen Tagen?
Winter kann nie mehr
genug Winter sein.
Der deutsche Reservistenverband
schlägt Anfang der Woche
die Stationierung deutscher Soldaten auf Grönland vor.
Ihr könnt Euch nicht vorstellen,
wie viele Augenbrauen im Internet
nach dieser Meldung
instant eingefroren sind.
Einer US-Übernahme der arktischen Insel
soll so zuvorgekommen werden.
„Wir müssen davon ausgehen,
dass US-Präsident Donald Trump
mit Grönland Ernst macht.
Europa muss daher viel stärker Präsenz auf Grönland zeigen“,
sagt Patrick Sensburg (Oberreservist).
Grönlands Premierminister, Jens-Frederik Nielsen,
betont weiterhin das offensichtliche:
„Wenn wir uns hier und jetzt
zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark
entscheiden müssen,
entscheiden wir uns für Dänemark.
Wir entscheiden uns für die NATO,
das Königreich Dänemark
und die EU.“
Mitte der Woche reagiert Trump wie zu erwarten war:
Doubeling Down.
Wenn die USA Grönland nicht kriegen,
holen es sich China und/oder Russland.
Aus Peking und/oder Moskau
kommt dazu nur amüsiertes Schweigen.
Und dann ist es offiziell:
Die deutsche Bundeswehr
beteiligt sich an einer „Erkundungsmission“
auf Grönland
(was beinahe wie ein gelungener Fopp anmutet,
aber leider auch nur
eine Coverstory zum Zweibrücken-Skandal ist).
Frankreich ist auch dabei
beim Abenteuer Grönland.
Dessen Vertreter, so wie die Dänemarks,
verlassen rauchend ein Treffen in D.C.,
man konnte sich überraschenderweise nicht einigen.
Der deutsche Verteidigungsminister,
Boris „The Sherlock“ Pistorius
sieht inzwischen sogar
ein „Machtspiel“ des US-Präsidenten.
Und als ob der ihn gehört hätte,
droht Trump gestern Abend
mit Zöllen für Grönlandfreunde,
die er dann heute final ankündigt:
Noch zwei Wochen
bis zur nächsten Eskalationstufe
im Welthandelskrieg.
In Nuuk und Kopenhagen
gehen tausende mit Grönlandfähnchen auf die Straßen,
der private Boykott gegen die USA
nimmt auch langsam Fahrt auf,
und morgen berät sich die EU,
die USA dürften dann wohl doch
bald wieder selber Zölle zahlen.
Und China und Russland?
Kommen vor Lachen
nicht mehr zum Weinen.
Kriegsprotokoll. Deutsche Heimatfront. Letzte Reihe.
Woche 197.
Gefrorene Tränen allerorts. Montag: In Odessa sind 35.000 Haushalte nach russischen Angriffen ohne Strom, die Temperaturen liegen tagsüber bei -10°C. Dienstag: Nichts Neues. Mittwoch: In und um Krywyj Rih sind 45.000 Haushalte nach einem schweren Drohnenangriff ohne Strom und Heizung. Donnerstag: Nichts Neues. Freitag: Selenskyj ruft einen landesweiten Energienotstand aus. Samstag: Die notbeheizten Versorgungszelte vor eiskalten Wohnblocks in Kiew und vielen anderen Städten reichen nicht aus. Sonntag: Eine Delegation der Ukraine reist erneut in die USA.
Denn da wird die Geschichte nun mal gemacht
in diesem Winter.
Kein Krieg,
der nicht aus dem Oval Office (oder Mar-a-Lago)
heraus verschlimmert werden kann.
Beispiel Iran:
Anfang der Woche kursieren bereits Berichte
über mehr als 500 Tote auf den Straßen Teherans.
Der Rial ist faktisch wertlos,
und alle die noch Geschäfte mit dem Iran machen,
müssen Trump 25% zahlen.
Darüberhinaus heizt er die Protestanten an,
die seine Hetze nicht mal sehen können (Internetsperre),
und verspricht großlippig Hilfe.
Berlin schafft es gerade noch so,
den iranischen Botschafter einzubestellen,
bevor am Dienstag Abend bestätigt wird:
Tausende sind bereits erschossen worden.
Von eiskalten Morden an Kindern wird berichtet.
Merz bleibt erwartbar kalt
und sieht den Regimewechsel gekommen;
er muss auf der selben Seite angekommen sein,
auf der Ursula schon vor einer Woche war.
Die Mullahs drohen hingegen
massenhaft Hinrichtungen an.
Am nächsten Tag fragt die Tagesschau,
in Bezug auf Israels erneut erhöhte Alarmbereitschaft:
„Droht eine erneute Eskalation im Nahen Osten?“,
– keine Ahnung, was ich dazu noch schreiben soll…
Israel jedenfalls sortiert
schonmal den Iron Dome um,
und US-Kreuzer bringen sich in Position.
Da sagen die Mullahs die Hinrichtungen vorerst ab,
und die US-Armee räumt wie nebenbei Katar.
Am Donnerstag hat das Morden anscheinend aufgehört,
jedenfalls stapeln sich die Leichensäcke
nicht mehr an den Straßenrändern.
In den Gefängnissen geht dafür die Folter wieder steil,
und Trumps Hilfe bleibt komischerweise erstmal aus.
Der nächste Flugzeugträger in der Nähe
könnte aber bestimmt nicht schaden.
Freitag wird die Revolte für vorerst niedergeschlagen erklärt,
das Internet bleibt aber vorsichtshalber abgeschaltet,
Starlink gefällt das.
Aber vielleicht, vielleicht
sind tausende Opfer einfach zu viel,
und Friedrich Merz und Ursula von der Leyen
sind einfach nur mal wieder der Zeit voraus.
Im historischen Packeis des Jahrzehnts
bleiben die USA aber weiter stecken,
und zwar mittendrin;
selbst Jon Stewart flucht für seine Verhältnisse
eigentlich nur noch.
Trump kriegt den Friedensnobelpreis
von Machado geschenkt.
Trump droht dem FED-Chef
mit einer Anklage
(wegen falscher Renovierung von Regierungsgebäuden).
Und Robert Kennedy Jr.
stellt die Ernährungspyramide auf den Kopf:
Korn und Brot
sind jetzt schlecht,
und wenn das Fleisch alle ist,
sollen die Bauern doch Brokkoli essen;
der „Krieg gegen das Protein“
ist jedenfalls beendet;
wenn es einen Ernährungs-Nobelpreis geben würde,
würde Trump ihm den einfach wegnehmen.
Aber kommen wir endlich
zum wirklichen Glatteis des frischen Jahres:
Denn im Moment sind es gerade
die ICE-Schergen selbst,
die reihenweise auf die Fresse fallen/kriegen;
der Civil War läuft sich weiter nur langsam warm:
Das US-Justizministerium will lieber nicht
in Minneapolis ermitteln
und tausende Namen von ICE-Agents
werden geleakt.
Ob von Hotelmitarbeitern und Barkellnern zusammengetragen,
oder als verfassungspatriotischer Inside Job des DHS,
egal, denn
darunter ist auch der Name
von Enrique Tarrio,
dem Ex-Führer der Proud Boys.
Nobody is surprised.
Trump lenkt davon ab wie nur er es kann
und dürfte inzwischen selber nicht mehr wissen,
wann er am Trippen ist
und wann am Trollen,
seine öffentlichen „Aussetzer“ steigern sich ins Comichafte
(oder aber er denkt, sowas wäre „gutes“ Enternainment).
Anyways,
ich kann nicht genug betonen,
wie symbolträchtig
das erste Schlachtfeld des neuen Civil Wars ist,
ich meine:
Minnesota.
Im tiefsten Winter.
Sowas würde sich nicht mal Charlie Brooker trauen.
Trump wäre aber nicht Trump,
wenn er nicht schon wieder
seinen nächsten Trumph anteasern würde:
“Starting February 1st,
we’re not making any payments
to sanctuary cities
or states having sanctuary cities
because they do everything possible
to protect criminals
at the expense of American citizens
and it breeds fraud and crime
and all of the other problems that come.”
Die Anwaltsfirmen in besagten Sanctuary Cities
dürften die Klagen schon länger vorbereitet haben.
Mittendrin platzt Trump sogar schon mal der knittrige Sack:
Bei einer Werksbesichtigung
bei Ford,
in Michigan
zeigt er einem Mitarbeiter
seinen kleinen Mittelfinger
nachdem er ihm mehrfach zu verstehen gegeben hatte,
er solle sich doch ficken.
Was hat den Frisurensohn so getriggert?
Einfach:
Der Mitarbeiter hatte ihn als „Beschützer von Pädophilen“ bezeichnet,
was das mindeste ist,
was man ihm bezüglich der Epstein Files vorwerfen kann.
Gut ist auch,
dass der beleidigte Mitarbeiter
Mitglied einer der größten Gewerkschaften seiner Branche ist
und die erste GoFundMe-Kampagne
nach seinem unvermeidlichen Rausschmiss
inzwischen bei knapp zwei Jahresgehältern liegt.
An den anderen großen, gefrorenen Seen weiter im Westen,
stemmt sich nicht nur der verbliebene Rechtsstaat
gegen die ICE-Faschisten:
Die Staatsanwaltschaften in Minnesota und Illinois
klagen gegen sämtliche ICE-Einsätze.
Sogar Articles of Impeachment werden eingereicht,
wenn auch erstmal nur gegen Kristi Noem.
Third Reich-Miller bestätigt derweil weiter
seinen Goebbelswahn:
„An alle ICE-Beamten:
Sie genießen bei der Ausübung Ihres Dienstes
bundesstaatliche Immunität.
Jeder,
der Sie anfasst,
Sie aufhält
oder behindert,
begeht ein Verbrechen.
Sie sind bei der Ausübung Ihres Dienstes
immun,
und niemand
– kein städtischer oder staatlicher Beamter,
kein illegaler Einwanderer,
kein linker Agitator oder Aufständischer –
kann Sie an der Erfüllung
Ihrer gesetzlichen Pflichten hindern.
Das Justizministerium hat klargestellt,
dass Beamte,
die diese Grenze überschreiten
und sich der Behinderung der Justiz,
der kriminellen Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten
oder gegen ICE-Beamte
schuldig machen,
strafrechtlich verfolgt werden.“
Holy Shit,
Papst Urban II.
kann schon mal Platz in seiner Höllenzelle machen.
Am Mittwoch kommt es zu ersten
„war like“ Auseinandersetzungen in Minneapolis,
Schüsse fallen, Menschen werden verwundet.
Pam Bondi legt doch noch schnell Kohlen nach:
„Saying something
to get the president mad enough
to flip you off
is a class-5 reverse racist felony.“
Absoluter Wahnsinn,
und ja,
die Frau ist die US-Bundesjustizministerin.
Derweil geht ein neuer Trend steil:
ICE-Schergen
wie sie auf irgendeiner glatten Oberfläche ausrutschen.
Einige Demokratie-Influencer*innen helfen dabei gerne nach
und kippen den Faschos Wasser
auf die eiskalten Straßen und Wege,
welcome to Minnesota;
Governeur Walz fordert alle
zum ICE-Filmen auf,
was wäre der Widerstand,
wenn niemand mehr lachen würde?
Und wer im Internet zufälligerweise
auf die Domain Nazis.us rutscht,
landet jetzt auf der Website des US-Heimatschutzministeriums,
ähnliches gilt für gestapo.us;
genau, da landet Ihr dann direkt bei ICE.
Am Donnerstag dann springt Trump
auf die nächste Bürgerkriegsscholle:
Der „Insurrection Act“ werde in Kraft gesetzt,
„against corrupt politicians in Minnesota
who refuse to obey the law
and stop agitators
from attacking federal law enforcement officers
within the state.“
Das veranlasst David Pakman
dann sogar schon zu dieser Theorie:
„Has Trump’s plan all along
been to foment violence on the streets
by deploying ICE,
using the chaos
he causes
to invoke the Insurrection Act,
to cause more chaos
and require a national state of emergency,
to then mess with the ‘26 election
which are now just months away?
Or is he too dumb for that?“
Ich lache Tränen.
Abwegiger wird das aber auch nicht,
weil seit dieser Woche
auch die Black Panthers
wieder da sind.
Der militante Arm der Bürgerrechtsbewegung
(the closest thing to the RAF the US has to offer)
hat dieses Mal dann auch größere Knarren.
Da platzt auch Karoline Leavitt
der Faschokragen;
mehr „White Nationalist Propaganda“
kann sich nicht mal Stephen Miller noch ausdenken.
Und als ICE
dann vier Sioux verschleppt,
und als friedliche Demonstranten
nicht mehr verhaftet werden dürfen,
und als der US-Faschist Jake Lang
aus einem Gebäude in Minneapolis
gezerrt wird
(und dann laufengelassen wird,
leider ist er nicht ausgerutscht),
da verkündet Gouverneur Walz:
Die Minnesota National Guard
wird mobilisiert.
Die örtlichen Sicherheitsbehörden
und Notfalleinrichtungen
bekommen militärische Unterstützung.
Gepanzerte Wagen bewegen sich nach Minneapolis,
sollen aber abseits der Verkehrsstraßen Posten beziehen
und vor allem das Recht auf friedlichen Protest sicherstellen,
sowie den Schutz von Leben und Besitz.
Bedroht wird das alles
von einer „Bundesbehörde“,
die über unerschöpfliche finanzielle Ausstattung
und nur noch zu „untrainiertes“ Personal verfügt.
Vielleicht wird also alles
auch sehr schnell
noch viel, viel kälter.
Die Süddeutsche Zeitung
macht sich da aber schon warme Gedanken
über das Danach,
die Zeit nach dem Winter,
wenn Trump dann doch noch
irgendwie zu Fall gekommen ist.
Und an was denkt sie da?
An eine angewärmte Couch,
auf der sitzt J.D. Vance
wie auf einem Thron.
„Der neue König von Amerika“,
noch dunkler,
noch geheimnisvoller
und vielleicht sogar noch gefährlicher.
Schade, dass man die Zeit
nicht einfrieren kann.
Was man aber machen kann:
Breaking with the United States.
Beispiel Kanada:
Das große Land
gleich neben Grönland
handelt sich einen Deal mit China ein:
Chinesische E-Autos
werden komplett von Zöllen befreit,
im Gegenzug verschleudert Kanada
Agrarerzeugnisse ohne Ende,
die USA denken ja,
sie kämen ohne nette Nachbarn klar.
“Canada and China
are forging a new strategic partnership…
returning with a new trade agreement
and billions of dollars
in export markets unlocked
for Canadian workers.”
O Canada,
you stand on guard for thee;
da wird noch gewusst,
wie mit zu viel Eis
umgegangen werden muss.
So,
inzwischen ist dann auch
schon wieder Sonntag,
und dieser Unfall von gefrorenem Zeitgeist
rutscht in die letzte Stunde,
die Deadline will noch mal raus,
Eisballschlacht mit den dreckigen Resten,
bevor der Winter wieder zuschlägt.
Ich hätte nicht wenig Lust mitzugehen,
ein bisschen Bewegung könnte sicher nicht schaden,
immerhin bin ich heute
um ein U18-Spiel in Aschersleben gebracht worden,
Ihr ahnt warum.
Nicht wegen Glatteis.
Bevor aber Basketball und Musik
die Woche mal wieder
so hoffnungsfroh wie möglich
abschließen sollen,
noch schnell ein bisschen Rage Bait
für Pädadog*innen und Jugendschützer*innen:
In Wuppertal wird
der erste deutsche KI-Schulpreis
verliehen.
Im Tagesschaubeitrag
wird das Überflüssigsein
von Lehrpersonal
geradezu mit dem Eispickel angepriesen.
Ob man mit den Lerntools
auch KI-Pornos erstellen kann,
das werden die Pennäler
wahrscheinlich schon ausprobiert haben,
schließlich ist das hier immer noch Deutschland.
In den USA hat AOC
gerade noch so ein Gesetz durchgebracht,
das harte Strafen für alle vorsieht,
die Gesichter von anderen, echten Menschen
für KI-Wichsvorlagen benutzen.
Das Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche
ist eigentlich unabwendbar.
Ich mache mir nebenbei
gerade einen Spaß daraus,
auf Facebook
den Turing Tester zu geben;
make hay while the sun shines.
Und ob die vorletzte Story für heute
vielleicht doch nur
eine obersympathische Halluzination
irgendeiner KI-unterstützten Fanfantasie ist,
ist dann jetzt auch egal:
„Dallas Mavericks rookie sensation Cooper Flagg
(edit: who just hit the rookie wall pretty good)
just delivered a powerful message
that left some of the world’s richest
and most influential people stunned
— and then he backed it up with action.
At a star-studded black-tie charity gala in Dallas,
surrounded by oil tycoons,
tech moguls,
NBA executives,
and celebrities dripping in designer gowns and tuxedos,
Cooper Flagg took the stage
to accept a National Community Impact Award.
But instead of the safe, rehearsed speech
everyone expected from a 19-year-old NBA rookie,
the young forward spoke straight from the soul.
He didn’t thank sponsors by name
or brag about his draft status.
Instead, he looked out at a room
packed with millionaires and billionaires
and said:
“If you are blessed with success,
use it to lift others.
No man should celebrate victories
while children have no chances.
If you have more than you need,
it is not truly yours;
it belongs to those who need hope.”
The ballroom went dead silent.
According to guests, several high-profile donors froze;
no polite applause, no smiles
— just stunned stillness
as the words of a young man
now wearing Mavericks blue hung in the air.
Of course they didn’t clap right away.
Truth hits different
when it’s delivered by someone
who actually lives it.
Because Cooper wasn’t talking envy.
He was talking responsibility.
And he didn’t stop at words.
That same night,
Flagg announced he is personally
donating $2 million of his endorsement earnings from this season
to fund after-school programs,
basketball camps,
and college scholarship funds for underserved kids in Dallas
and his home state of Maine,
proving leadership isn’t just spoken;
it’s lived.
Flagg’s message was simple,
timeless,
and undeniably human:
“Success means nothing
if it doesn’t serve others.”
Bester Maine Character!
Gut,
ein Song noch.
Irgendwas wärmendes vielleicht?
Kein Problem,
Biffy Clyro
haben ihr Bier schon abgestellt:
Simon Neil
vergisst
in London
die Lyrics
von „Who’s got a match?“
So, who cares?
Alle anderen können den Text ja.
Ich hab noch vier Wochen
zum Lernen.
Irgendwo
da hinten,
hinter den Winterferien,
ist meine Schulter
endlich wieder aufgetaut.
Ich weine nicht,
wenn Ihr nicht lacht.
* Ich weiß, ich weiß,
es ist eine absolute Sünde,
diese Textzeilen
für irgend so eine dahergelaufene Serienepisode
zu verschwenden,
aber:
Diese Zeilen sind so klassisch,
dass sie eben immer passen.
Und außerdem
haben John und Paul
den Song nun mal auch
mitten im Januar geschrieben.
So viel hat sich dann ja also doch nicht
geändert,
in den letzten 60 Jahren.
Des Weiteren
wurde es ja auch langsam mal Zeit,
denn The Beatles wurden hier bis heute
noch überhaupt nicht einmal zitiert,
oder wenn dann nur verschleiert.
Und es kommt sogar noch schlimmer:
Den Song selbst
habe ich vorgestern erst
zum ersten Mal gehört.
Sorry, and sorry.

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