Zum Abschluss der Woche,
die die ersten Lockerungen mit sich brachte,
die Schulen wieder geöffnet haben,
der Mundschutz beim Einkaufen
langsam normal wird
und sich tatsächlich manchmal
so etwas wie wohltuende Entspannung einstellt,
geben tausende Grundgesetzesretter
in mehreren Großstädten
(Berlin, Frankfurt am Main, München und Stuttgart)
ihr Stelldichein.
Was die meisten dort hintreibt,
ist noch unklar.
Wie viele
sind wegen der PR-Stunts von
Naidoo, Hildmann, Soost,
KenFM, eingeschent.tv oder
irgendeinem anderen Youtube Guru
auf diesen Versammlungen?
Wie viele
wollen nur mal gucken?
Wie viele sehnen sich
einfach nur nach Großveranstaltungen?
Und warum?
Was würden sie sagen,
wenn in einem Monat
in Berlin, Frankfurt am Main,
München
und
Stuttgart
die Lockerungen wieder zurückgenommen werden,
nachdem die ersten Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
Alarm schlagen?
Wenn die Zahlen,
an die man sich so schrecklich schnell gewöhnt,
einfach nicht mehr kleiner werden wollen,
oder gar wieder wachsen?
Werden sie wieder die ersten sein,
die wieder ihre Vorräte
an Desinfektionsmittel wieder aufstocken?
Die, rein aus Protest, die letzten sind,
die noch im Biergarten sitzen,
bevor er wieder geschlossen wird (im Sommer)?
Die über Verhältnismäßigkeit schwadronieren,
aber eigentlich den Wert
menschlichen Lebens diskutieren?
Die sich wieder neue Videos
heimlich über whatsapp schicken,
in denen noch abgefuckterer Bullshit
beschworen wird?
Um sich dann wieder für ’ne Hygienedemo zu verabreden,
damit das Schweinesystem endlich mal spürt,
dass man nicht alles mit sich machen lässt?
Die Goldenen Zwanziger würden sich kopfschüttelnd
von diesen Menschen abwenden.
Denn die krasse Version hiervon
hatten sie gerade erst überstanden.
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