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Spring Broken (S14:Ep2)

von | 2026 | 11. April | Die Serie, Staffel 14 - Flipping The Script

Bild: Durchgebrochen

 

Tatort Chorin
(Hidden Story)

Am Ostersonntag saßen Captain Cardinal und Captain Canary zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zusammen in großen Holzsesseln auf einer Frontterrasse. Im Aschenbecher qualmte eine einzelne Zigarette, beide hatten ihr zweites Bier geöffnet und vor ihnen auf dem Bildschirm lief ein deutscher Krimi mit Untertiteln. Beide hatten die Handlung bis hierher mit professionellem Interesse und der Gelassenheit eines freien Abends verfolgt und waren sich bereits seit einer halben Stunde darüber einig, wer wann warum wen wahrscheinlich umgebracht hatte. Die beiden Kommissare auf dem Bildschirm waren gerade dabei in den letzten Akt einzutreten: Im frei liegenden Kreuzgang eines Brandenburger Zisterzienserklosters sichern die Kollegen mit dem Schwarzlicht in diesem Moment die wichtigste Spur bisher: eine kleine Plastetüte mit Resten von Lakritzkonfekt, die erkennbar blutverschmiert sind. Die beiden deutschen Kommissare werfen sich nur einen vielsagenden Blick zu: „Typischer Ostermarkt in der Uckermark.“ Die Laboranalyse des Blutes brauchen sie allerdings nicht abzuwarten, denn im nächsten Moment klingeln ihre Telefone gleichzeitig. Die dritte Leiche in diesem Fall ist identifiziert. Außerdem sind Spuren von Lakritzkonfekt am schwer beschädigten Kiefer des Opfers gefunden worden. Das selbe Lakritzkonfekt, das die beiden deutschen Kommissare auch beim Hauptverdächtigten gesehen hatten: Veilchenaroma, sehr salzig. Die letzten Minuten verfolgten Captain Canary und Captain Cardinal nur noch mit halbem Auge und halbem Ohr. Großfahndung, Rettung des vierten Opfers in letzter Minute, dramatischer Selbstmord des vermeintlichen Täters (für ihren Geschmack etwas zu unblutig), große Erleichterung, endlich Schlaf, die Gerechtigkeit obsiegt. In der letzten Szene sitzen die beiden deutschen Kommissare das erste Mal seit langer Zeit gemeinsam auf zwei kleinen Couchen in einem kleinen Bungalow im Barnimer Land. Im Aschenbecher vor der Tür qualmt eine einzelne Zigarette, beide knabbern gerade einem Schokoosterhasen die Ohren ab und vor ihnen auf dem Bildschirm laufen die letzten Minuten des ersten Teils des diesjährigen Ostertatorts: Zwei Kommissare und ihr letzter Fall. Menschenhandel, Coptagon-Mafia, Serienkiller, der Ruhestand noch sechs oder sieben Tage entfernt, das rote Porsche Cabrio trotzdem schon mal gekauft, die letzte Verfolgungsjagd durch Potsdam oder Berlin oder Rom oder Aleppo kann – und Recht wird – kommen. Auf der Frontterasse, vor dem Bildschirm, auf dem zwei Kommissare vor einem Bildschirm sitzen, saßen Captain Canary und Captain Cardinal noch bis spät in die Nacht, freuten sich über den lauen Frühlingsabend und redeten über alles und nichts, nur nicht über den Krieg.

 

Keine ganze Woche später
ist die Besatzung der Artemis 2 wieder da,
sicher gelandet
vor der Küste Kaliforniens.
Die vier Astronaut*innen
waren auf ihrem Rundflug
so weit weg von der Erde
wie nie jemals ein Mensch zuvor;
8.000.000.000 andere Menschen
waren ein bisschen neidisch;
und ich mit dem früher Bunthaarigen
auch gleichzeitig noch im Kino:
„Amaze! Amaze! Amaze!“
Grace&
Rocky&
niemand weiter
retten gleich zwei Sonnensysteme,
bevor Grace endlich wieder
seiner eigentlichen Berufung nachgehen kann,
am Strand einer fremden Welt,
mit begeistert lernenden
Mini-Rockys.
Eskapismus kennt nur
unendliche Weiten.

Gerade ziehen Schleierwolken
über den blauen Frühlingshimmel
über dem Quedlinburger Weltkulturerbe,
und der Holzmichel auf dem Hof
hat nach fast drei Stunden
endlich aufgehört,
die Äste zurechtzusägen,
die dem Walnussbaum vor einigen Wochen
amputiert werden mussten.
Ich sitze,
mit sich bereits ankündigendem Muskelkater,
am Schreibtisch
und nutze die wieder eingekehrte Ruhe,
um mir den Sonntag freizuschreiben;
wenn schon wirklich endlich Frühling ist;
die Anzucht ruft schon
von hinter dem Gartenzaun.

Und damit zu etwas völlig vergessenem:
Das Klima freut sich vielleicht
über die weitergezogene Aufmerksamkeit,
macht aber weiterhin genau das,
was es schon vor Anbeginn dieser Chronik gemacht hat:
Immer schneller
immer unwirtlicher werden:
Dazu Dr. Benecke:
„Im laufenden Jahr werden wir
wahrscheinlich
einen fürchterlichen El Niño (Jahrhundert-El Niño) erleben
— so zeigen es die bisherigen Messungen.
Eine ganz neue Studie zeigt nun zudem,
dass die uns als Golf-Strom bekannten Wasserbewegungen
sich deutlich verändern.
Das wurde lange befürchtet,
aber derart saubere Messungen
gab es bislang nicht.
Der Golfstrom-Zusammenbruch
wäre außerordentlich schlecht,
weil es dann beispielsweise in Deutschland
noch krassere Schwankungen
zwischen Dürre und Eises-Kälte gäbe
und in England keine Landwirtschaft mehr möglich wäre.“
Na ja,
immerhin war der März mal ausnahmsweise nicht
der wärmste März aller Zeiten,
sondern nur
der zweitwärmste.
Und wie egal
das den Klimaschutzleugnern dieser Welt ist,
hat gerade wieder Xavier Milei bewiesen:
„Una empresa puede contaminar el río
todo lo que quiera.
¿Dónde está el daño?”
(Eine Firma kann den Fluss verseuchen,
so viel sie will.
Wo ist der Schaden?)
Und natürlich ließen sich
noch mehr als genug weitere Beispiele finden,
aber dazu ist das Wetter draußen
eben einfach zu schön.

Deswegen lieber schnell noch
gute News von den Faschos,
bevor das wöchentliche Unwetter wieder aufziehen muss:
In Tschechien kam es zu einer langersehnten Festnahme:
Marla Svenja Liebich,
die peinlichste Nazitante der Neuzeit
wartet derzeit in Prag auf ihre Auslieferung
und kann sich schonmal Gedanken machen,
wo sie ihre 18 Monate Haft
denn nun antreten möchte.
Vielleicht räumt Halle (Saale)
im Roten Ochsen
einfach mal ein extra Zimmer frei?
Als Ausstellungsstück
kann der Liebich wenigstens keinem mehr wehtun,
außer sich selbst,
und das kann er nachweislich besonders gut.

Und unerträglich
müssten eigentlich auch
die Untergangswehen
der United States of America
nach dieser Woche geworden sein.
Denn zum x-ten Mal
fragt sich die Welt:

 

Finally, is this the beginning of the end?

Zu Beginn der Woche
darf der neue Chef des DOJ (Todd Blanche)
sein Amt als oberster Anwalt
damit beginnen,
dass er sich in diesem Jahr mal nicht mehr
so viel um die Epstein Files kümmern will;
wir werden gleich sehen,
wie gut das klappt.
Zunächst aber ist J.D. Vance
auf Staatsbesuch in Ungarn,
da wird nämlich morgen gewählt.
Und für Orban
sieht es erfreulich schlecht aus;
der Vance ey,
wirklich immer
auf der falschen Seite der Geschichte.
Bevor er seine weltverändernde Rede in Budapest beginnt,
versucht er sogar noch
vom Podium aus,
den Frisurensohn anzurufen.
Aber: Der Teilnehmer ist gerade nicht erreichbar.
Vance weiß also nicht mal,
dass Cold Calling wirklich ein Ding ist.
Trump selbst „endorsed“ Orban
dann erst gestern,
standesgemäß per Truth Social.
Da kann es ja schließlich auch nicht immer nur
um den größten Sieg aller Zeiten gehen:

In der sechsten Woche
des Dritten Golfkrieges
sollte es maximal spannend werden,
und das Ergebnis?
Nun ja, ich frag mal anders:
Wie das Pentagon und die US-Regierung
da noch was positives draus spinnen wollen,
darauf bin ich tatsächlich gespannt.
Aber der Reihe nach.
Am Montag werden zwei US-Piloten gerettet,
die im iranischen Luftraum abgeschossen wurden,
wenigstens Heldengeschichten
liefert dieser Krieg immer noch genug,
da applaudieren selbst die US-Late Night Publika.
Als dann bekannt wird,
dass im Iran bereits mehr als 30 Universitäten bombardiert wurden,
beginnt das Ultimatum:
Bis Dienstag Abend
ist die Straße von Hormuz wieder frei,
sonst würden die „crazy bastards“ (Iran)
in der Hölle schmoren,
und überhaupt:
„Alu Akbar!“,
nur eben auf Englisch.
Die iranischen Botschaften
teilen als Antwort darauf ein KI-Video,
das sich wie ein Lauffeuer
durch die Social Kanäle der Welt frisst:
Lego Epstein Island.
Nebenbei weist der Iran
den ersten Vorschlag zur Waffenruhe zurück.
Eine Pete Hegseth-PK
wird daraufhin überraschenderweise
grundlos abgesagt,
außerdem sei die Straße von Hormuz
doch für die meisten offen,
sagt der Iran.
Israel bedroht deswegen
den iranischen Bahnverkehr
und Kharg Island wird
vorsorglich massiv bombardiert.
Am Dienstag Morgen dreht Trump
dann wirklich absolut endgültig durch:
„A whole civilization will die tonight!“
Ein angekündigter Genozid
ist eben noch kein Genozid;
für einen Friedensnobelpreis
könnte es ja vielleicht reichen.
Wenige Stunden vor Ablauf des Ultimatums
schießen sich die USA und Israel
an ein paar Brücken warm.
Nur die Dauer eines deutschen Tatorts von der Auslöschung entfernt,
legt der Iran dann einen 10-Punkteplan vor,
den Trump anscheinend ungelesen
als Verhandlungsgrundlage akzeptiert.
Zur gleichen Zeit
versammeln sich tausende von Iraner*innen
auf Brücken und um Energieanlagen herum,
menschliche Schutzschilde,
auf Geheiß der Regierung,
meist junge Menschen,
ungewöhnlich viele Frauen.
Und weil ja gerade Pessach ist,
zerschießt Israel
die Rafi-Nia-Synagoge in Teheran.
In Deutschland, genauer hier in der Provinz
ist um kurz vor Acht am Abend
an den meisten Tankstellen
tatsächlich der Sprit alle.
Aber dann:
Zwei Wochen Feuerpause.
Die Straße von Hormuz ist bedingt auf,
und beide Seiten feiern das
als den eigenen Erfolg.
Nur komisch, dass J.D. Vance
noch mal laut sagen will,
dass er selbst ja soweiso dagegen war,
aber weil Trump wollte,
hat er den nun mal unterstützt.
Fast unverzüglich
brechen die globalen Ölpreise massiv ein;
wer sich wohl da gerade wieder die Taschen vollgemacht hat?
Dann aber:
Der Iran verweist auf einen besonderen Punkt
des vorgelegten Plans.
Auf die Durchfahrt bei Hormuz
wird ab sofort eine Maut erhoben
(angeblich 2.000.000 pro Schiff).
Und was sagt Trump dazu?
Glaubt ihr nicht:
Er schlägt den Mullahs
ein Joint Venture vor.
Wirklich wahr.
Das findet sogar Alex Jones scheiße.
Israel äußert sich übrigens gar nicht,
wegen Pessach,
und bereitet lieber den nächsten Großangriff vor.
Zunächst werden jedoch Verhandlungen
angekündigt,
für gestern Abend,
in Islamabad,
Pakistan hat vermittelt.
Vorher aber
darf der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen (Michael Waltz)
nicht mal seinen ersten Satz zu Ende sprechen:
„ … Präsident Trump’s peacemaking … ”
Der gesamte Saal buht.
„WAR CRIMINAL!”
„MURDERER!”
Was den Iran wiederum ermutigt,
das Abkommen aufkündigen zu wollen,
wenn Israel weiter im Libanon operiert.
Und das tut Israel,
es ist ja immer noch Pessach;
Der „Überraschungsangriff“ auf Beirut
am Mittwoch sendet die nächsten Horrorbilder um die Welt.
Die Golfstaaten berichten über iranischen Beschuss.
Un schon am selben Abend
ist die Straße von Hormuz wieder dicht,
weil Israel sich eben an gar nichts hält,
bereits 14% des Libanons besetzt hat
und sowieso am liebsten selbst
mit dem Nachbarstaat „verhandeln“ möchte.
Im Goldenen Haus muss Karoline Leavitt
mal wieder für ein paar Stunden übernhemen:
„The US demands Iran
reopen the Strait of Hormuz
immediately, quickly and safely
despite the US-Iran ceasefire,
any closure is completely unacceptable.“
J.D. darf auch noch nachsetzen:
„Iran needs to take the next step for peace
or the U.S. will explore a lot of options
to return to war.“
Wenigstens wird dieser Clusterfuck
dann auch mal beim Namen genannt.
Und weil es gerade so gut für ihn läuft,
geht Trump auf die Nato los,
hat wieder Bock auf Grönland
und setzt ein neues Ultimatum:
Europa soll mal gefälligst helfen,
sonst …
Sonst was?
In Washington D.C.
kündigt Bernie Sanders
bereits die Resolution gegen Waffenlieferungen an Israel an,
da wird der NATO-Generalsekretär Mark Rutte gefragt:
„Ist die Welt heute sicherer als vor dem Krieg?”
Seine maximal würdelose Antwort:
„Absolut.
Und das ist der Führung
von Präsident Trump zu verdanken.”
Die „Verhandlungen“ in Islamabad
laufen zur Stunde
hinter geschlossen Türen
und alles andere als ein Abbruch
wäre schon ein großer Erfolg.
Israel und Libanon treffen sich dann
nächste Woche,
vielleicht.
Zur Stunde behauptet Trump,
die USA würden begonnen haben,
die Straße von Hormuz zu räumen.
Der Iran dementiert.

Und wer jetzt denkt,
das läuft aber wirklich
ganz schön schlecht
für die selbsternannten Kreuzzügler
aus dem westlichen Abendland,
dann macht Euch frisch;
der Amerikanische Frühling
treibt erste Knospen:
Allem Anschein nach
steht den USA auch gleich noch
der nächste Krieg ins Haus:
Nicht weniger als ein Reiligionskrieg,
der das Potenzial hat,
das ganze Land zu verändern,
und das beste ist,
dieses Mal spielt ein katholischer Papst,
der auch noch US-Amerikaner ist,
die Rolle von Thomas Münzer:
Past Leo und Trump
kriegen sich zu Ostern nämlich
richtig in die Haare:
Der Vatikan sagt direkt die Reise
von Gottes Stellvertreter
in sein Heimatland ab,
nachdem er vom Pentagon
unter Druck gesetzt wurde:
„A stunning new report
now independently confirmed
the publication of letters from Leo
which reveal that a top U.S. official
summoned the Pope’s then-ambassador,
Cardinal Christophe Pierre,
and delivered a stark warning:
America has the military power
to do whatever it wants
— and the Church had better take its side.”
Und damit noch lange nicht genug:
Die USA berufen sich auf das „Avignonesische Papsttum“,
„a dark chapter
when secular powers
used force
to control the Catholic Church,
a reference some in the Vatican interpreted
as a veiled military threat
against the Holy See.“
Papst Leo wird den 4. Juli
also nicht zu Hause unter Feuerwerk verbringen,
sondern stattdessen nach Lampedusa reisen,
um dort vor dem Krieg geflüchtete Menschen zu unterstützen.
Als Antwort darauf,
hat das Pentagon kurzum
sämtliche Karfreitagsgottesdienste
für katholische Soldat*innen abgesagt.

Und wahrscheinlich
um von alledem abzulenken,
sind auch die Epstein-Files wieder da:
Erst sagt Pam Bondi
ihre nächste Kongressanhörung
in der kommenden Woche ab,
und dann hat Melania Trump
ihren ersten Soloauftritt im gesamten „Skandal“:
Ungefragt und unangekündigt
tritt sie im Goldenen Haus vor die Presse:
Sie hatte nie etwas mit Epstein zu tun
und verlangt Action vom Kongress!
Öffentliche Anhörungen der Opfer!
Und das alles ohne Wissen ihres Mannes.
Wenn das aber auch nur
ein weiterer Smoke Screen sein soll,
bleibt eigentlich nur noch eine Frage:
Hä?
Um also eine der eher noch schlechteren Wochen
von Trump 2.0 abzuschließen,
werden dann vorgestern schon
wirklich, endlich, tatsächlich mal
„Articles of Impeachment“ vorgelegt
(High Crimes and Misdemeanor),
und zwar von John Larson,
der sich dabei sogar auch noch offen
für den 25. Zusatzartikel ausspricht:
So nah am Sturz war Trump
das letzte Mal
im November 2020.
Aber wir wissen eben auch,
wie diese Geschichte weiterging …

Zurück zum Frühling,
denn in der NBA
bedeuten die noch etwas zu frischen Abende:
Game Time!,
nächste Woche beginnen die Playoffs.
Die Lakers stehen am Saisonende maximal ramponiert da:
Luka lässt sich in Madrid
wieder fit machen,
Austin muss auch nochmal Luft holen
und sogar der King
muss mit einem angeknacksten kleinen Finger spielen.
Im selbigen hat nach dieser Saison
auch nachgewiesener Weise
so viel Talent
wie zuletzt eben LeBron:
Cooper Flagg
holt sich in den letzten Spielen
gleich mehrere Teenagerrekorde,
und die 45 Punkte gegen den die Lakers
sollten reichen,
um sich den Rookie of the Year Award
wenigstens mit seinem Teammate vom College zu teilen:
Kon Knueppel ist auf dem besten Weg,
die Rekorde von Stephen Curry zu knacken:
Mehr als 300 Dreier hat auch noch kein Frischling getroffen.
Mit dem Saisonende stehen aber auch alle anderen Awards ins Haus:
MVP muss eigentlich Nikola Jokic werden;
dann ist es eben der fünfte;
Ehre wem Ehre gebührt.
Wemby hat noch viele Jahre bis zur Prime
und SGA, na ja, ist eben SGA.
Verfrühter Frühfrühlingsmeistertipp:
Die Detroit Pistons
schlagen die Denver Nuggets mit 4:3.
Frühling ist,
wenn alles möglich scheint.

Wie zum Beispiel
das erste Hobbyturnier der FSG-Quedlinburg
seit dem Ausbruch der letzten Pandemie:
Bockwurst, Brötchen und Kartoffelsalat im Hallengang,
Schiries mit Bier in der Halbzeitpause,
ganz viel Ostdeutschland,
nicht wenig Westdeutschland,
ein bisschen Schweiz,
ein bisschen Iran
und ein fast ausgeschlagener Zahn.
Nach sieben Jahren
gewinnen sieben Jahre ältere
alte Damen und Herren
in der Halle der Bosse Schule
den frisch gegossenen Pokal.
Vier Siege, keine Niederlage,
bei gefühlter Wurfquote von 28%
(bis auf das letzte Spiel):
Defense wins Championships,
und es bleibt unwichtig
wie oft man trifft,
wichtig bleibt nur wann.

Damit der Frühling
aber gleich noch etwas euphorischer wird,
hier ein kurzer Blick
in einen möglicherweise kommenden Winter:
Gestern habe ich die Unterlagen
für eine Studienreise im Dezember eingereicht:
Südafrika is calling!
Aussicht auf einen zweiten Frühling,
wenn der erste gerade erst anfängt;
so zumindest der Plan.

Herbst ist dagegen in Down Under,
weswegen Biffy Clyro auch genau da
gerade auf Tour sind.
Immer noch ohne James,
immer noch mit dem exakt gleichen Set,
immer noch a fire.

Bis hier in der Provinz
der deutsche Herbst aber wieder Einzug hält
(die AfD Sachsen-Anhalt
hat heute ihr „Wahlprogramm“ verabschiedet)
ist also immer noch
ein bisschen Zeit.
Noch ist nicht alles kaputt.
Außerdem findet das Leben
immer einen Weg;
fragt mal das Gewächshaus im Garten.
And now this:

 

Kriegsprotokoll. Deutsche Heimatfront. Letzte Reihe.
Woche 210.
Eine kleine Waffenruhe, der Krieg macht nur kurz Pause. Montag: Bei einem Luftangriff auf Odessa sterben drei Zivilisten. Dienstag: Selenskyj schlägt eine Teilwaffenruhe vor, für Kraftwerke. Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Nikopol sterben drei Zivilisten. Mittwoch: Putin kündigt für das orthodoxe Osterfest eine kurze Waffenruhe an. Freitag: Vor Beginn der Feuerpause werden Kriegsgefangene ausgetauscht, die letzten Granaten töten auf beiden Seiten jeweils zwei Menschen. Samstag: Die Waffenruhe ist in Kraft. Ansonsten Nichts Neues.

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